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Di, 5. Juli 2005, 19:58

Software::Distributionen::Debian

Debian stellt auf GCC 4.0 um

Heute Abend wird GCC 4.0 in Debian GCC 3.3 als Standardcompiler ablösen.

Software in the Public Interest

Einen ähnlichen Schritt vollzog das Projekt bereits vor zweieinhalb Jahren am Anfang der Entwicklung von »Sarge« mit der Umstellung der GNU Compiler Collection 2.95 auf 3.2. Andere Compilerversionen bleiben zwar in der Distribution enthalten, jedoch werden Pakete künftig standardmäßig mit der Version 4.0 übersetzt.

Die jetzige Umstellung bringt dieselbe Herausforderung wie die damalige: die Binärschnittstelle (ABI) für C++ hat sich inzwischen geändert, womit Bibliotheken, die mit GCC 3.3 kompiliert wurden, nicht in GCC-4-übersetzten Anwendung einsetzbar sind. Allerdings haben die Betreuer von C++-Paketen bereits mit dem alten Übergangsplan Erfahrungen gesammelt und Ubuntu führte die Umstellung bereits durch und hat Patches für problematische Bibliotheken und Anwendungen.

Paketbetreuer müssen nun alle C++-Pakete neu übersetzen, die nicht von anderen C++-Paketen abhängig sind. Handelt es sich dabei um eine Bibliothek, ist eine Namensänderung des Pakets fällig. Dies geschah schon mit der Umstellung auf die GNU Libc, bei der Bibliotheken ein »g« und bei der Umstellung auf GCC 3.2, bei der Bibliotheken ein »c102« angehängt bekamen. GCC-4-Bibliotheken sollen künftig das Suffix »c2« tragen, wenn dieses nicht schon »c102« lautet, denn dann entfällt dieses komplett, da gleichnamige Pakete nur in Woody - dem ehemaligen Stable - auftauchen und Debian direkte Upgrades von diesem auf Etch - dem zukünftigen Stable - ohnehin nicht offiziell unterstützt. Die Namensänderung ist notwendig, damit Pakete, die von C++-Bibliotheken abhängen, eine bestimmte ABI-Version fordern können.

Andere C++-Pakete können erst neukompiliert werden, wenn alle ihre Abhängigkeiten mit der Binärschnittstelle von GCC-4.0 verfügbar sind. Benutzer, die nicht die Entwicklerversionen von Debian einsetzen, werden von der Umstellung nichts mitbekommen.

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