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Do, 7. Juli 2005, 23:42

Software::Desktop::KDE

»Plasma« soll KDE-Desktop revolutionieren

Ein Team um KDE-Entwickler Aaron Seigo hat es sich zum Ziel gesetzt, für KDE 4 die traditionellen Desktop-Paradigmen zu überdenken und innovative Konzepte einzuführen.

Diese Vision namens »Plasma« soll mit dem traditionellen Desktop, der lediglich ein Container für Fenster und Icons war, brechen. Plasma wird in mancher Hinsicht SuperKaramba ähneln. Es wird das Aussehen des Desktops bestimmen (wie schon heute sind mehrere virtuelle Desktops möglich) und Applets in mehreren Programmiersprachen zulassen, namentlich Python, Ruby, Java, C++ und JavaScript. Es soll über eine herausragende Optik verfügen und besonders »schöne« Desktops ermöglichen, ähnlich wie heutige SuperKaramba-Themes. Doch noch mehr Wert wird auf Funktionalität und Benutzbarkeit gelegt. Auch in Umgebungen mit eingeschränkter Anzahl von Farben, bei Arbeit übers Netz oder für Personen mit Behinderungen soll es gut benutzbar bleiben.

Was kann man sich nun genau unter Plasma vorstellen? Das Design soll sich an den Arbeitsschritten der Benutzer orientieren. Icons auf dem Desktop werden zwar weiterhin möglich sein, aber standardmäßig nicht mehr existieren, da sie meist von geringem Nutzen sind. Die bisherigen Panel-Elemente werden anders gestaltet, Konkretes wird sich aber erst später ergeben. Auf jeden Fall sollen das »K«-Menü, der »Befehl ausführen«-Dialog und die Taskbar erneuert und vielleicht ganz ersetzt werden.

Der Desktop soll in Plasma kein statisches Fenster sein. Man soll zwischen mehreren individuellen Layouts hin- und herschalten können, je nachdem, woran man gerade arbeitet. Der Desktop kann Panels enthalten, die nicht viel mehr sind als Container für andere Plasma-Elemente und im Hintergrund verschwinden, wenn man sie nicht braucht.

Ein neues grafisches Element namens »Extender« soll helfen, die verschiedenen Ansichten zu verwalten. Ein Extender ist ein Element, bei dessen Aktivierung ein Fenster mit den gewünschten Informationen erscheint. Dieses Fenster scheint aus dem Elternelement herauszukommen, ähnlich wie eine Schublade aus einem Schrank. Weitere Elemente und Konzepte müssen noch erarbeitet werden. Technisch will Plasma die Features des X-Servers nutzen, und auf »eigene Hacks« verzichten. Ältere X-Server, die nicht über alle Features verfügen, die Plasma nutzen könnte, haben eine schlichtere Optik, jedoch keine eingeschränkte Funktionalität zur Folge.

Der Zeitplan des Teams scheint sehr eng gesteckt zu sein. Von Mitte Juli bis Ende August will man die vorhandene Codebasis auf Qt 4 portieren. Danach sollen die Bibliotheken refaktorisiert werden, so daß sie den Bedürfnissen der neuen Konzepte entsprechen. Weitere Meilensteine sind zwar definiert, tragen aber kein konkretes Datum. Bis zur Freigabe von KDE 4.0 soll jedoch alles fertig sein.

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