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Di, 12. Juli 2005, 10:22

Interne Systemfrequenz optimieren

Auf der Linux-Kernel-Maillingliste hat eine Diskussion um die geeignete interne Systemfrequenz begonnen, die seit den Kerneln der 2.4er Reihe noch 100 Hz, aber auf 1 kHz unter Kerneln der 2.6er Reihe erhöht wurde.
Von ThomasS

Ursprünglich war diese Maßnahme im Zusammenhang mit dem Preemption-Patch und weiteren Überarbeitungen des Schedulers und des I/O-Subsystems dazu gedacht, das Reaktionsverhalten des Kernels grundlegend zu verbessern. Im Vorfeld zum Kernel 2.6.13 hat Entwickler Andrew Morton allerdings einen Patch präsentiert, der die Taktung des Timers des Kernels konfigurierbar macht und standardmäßig die Systemfrequenz auf 250 Hz drosseln soll.

Andrew Morton äußert sich gegenüber der Standardeinstellung auf 1 kHz kritisch, da bei einigen Maschinen eine merklich erhöhte Latenzzeit zu beobachten ist, wenn sie via APCI in einen niedrigen Energiemodus umgeschaltet sind. Zudem verweist er darauf, dass 1 kHz die Lebensdauer der Batterien dieser Rechner um die Hälfte reduzieren würde. Linus Torvalds hatte früh gegen die hohe interne Systemfrequenz eingewandt, dass möglicherweise schon 250 Hz völlig ausreichten, um hohe Frequenzen erfordernde Multimedia-Anwendungen gut betreiben zu können, ohne dabei die CPU-Last zu erhöhen.

Alan Cox hält die Reduktion auf 250 Hz noch für zu wenig, um die beobachteten Probleme zu lösen: "100 Hz sind für das Powermanagement auf alten Boxen gut, 250 Hz sind für das APM einiger Laptops immer noch zu schnell; viel zu schnell für das Powermanagement, aber zu langsam für Multimedia-Freaks." Wie es überhaupt zu der dramatisch höheren Taktung von 100 auf 1kHz kam, erklärt Linus Torvalds so: "Ich wählte 1000 Hz ursprünglich deshalb, um die, die immer von 100 Hz ausgegangen waren, aufzurütteln. Daher musste es eine deutliche Veränderung sein, keine subtile Andeutung. Deshalb wurde 1 kHz zu so etwas wie ein Overkill, allerdings funktionierte es bislang ohne nennenswerte Probleme und bedurfte keiner besonderen Aufmerksamkeit."

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