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Di, 12. Juli 2005, 21:29

Linux-Umstellung in München soll wie geplant fertig werden

Nachdem vor wenigen Tagen die Presse über eine Verzögerung um bis zu fünf Monate berichtet hatte, stellt Projektleiter Hoffmann nun klar, daß die Umstellung auf Linux wie geplant fertig werden soll.

Zunächst hatten diverse Nachrichtenticker wie Golem gemeldet, daß sich das Projekt verzögere. Laut Focus soll die zuständige Stadträtin Christine Strobl (SPD) gesagt haben, daß die Umstellung von Windows auf Linux um vier bis fünf Monate hinter dem Zeitplan liege.

LiMux-Projektleiter Peter Hofmann stellt jedoch klar, daß die diesbezüglichen Meldungen stark gekürzt gewesen seien und einen falschen Eindruck hinterlassen. Nach wie vor gilt, daß das Projekt, das über 14000 Rechner der Stadtverwaltung betrifft, bis Ende 2008 abgeschlossen sein soll. Die Meldungen ignorieren den bisher erreichten Projektfortschritt. Trotz anfänglicher Verzögerungen durch die nun beseitigte europäische Patentdirektive und bei Ausschreibungen werde der Zeitplan eingehalten.

Es sei, so Hofmann, der Stadt von Anfang an klar gewesen, daß die Migration sehr aufwendig sei. Dieser Aufwand wäre auch bei einer Migration auf Windows XP angefallen. Vor diesem Hintergrund scheint fragwürdig, ob die Aussage des stellvertretenden Leiters des Projekts, Florian Schießl, korrekt wiedergegeben wurde, der gesagt haben soll, daß die IT-Strukturen der Stadtverwaltung viel komplexer als erwartet seien. Genau dies hat die Stadt ja bereits im Vorfeld analysieren lassen.

Laut Focus ist noch keine Abteilung der Stadtverwaltung auf Linux gewechselt. Der Wechsel soll erst Mitte 2006 beginnen. Angesichts der zahlreichen Fachanwendungen, die entweder portiert, neu geschrieben oder über Terminalserver bereitgestellt werden müssen, sollte dies nicht weiter verwundern.

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