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Di, 19. Juli 2005, 13:42

Software::Distributionen::Mandriva

Mandriva einigt sich mit Hearst

Das seit fünf Jahren schwelende Verfahren um die Namensrechte an »Mandrake« zwischen Mandriva, dem früheren Mandrakesoft, und Hearst Holdings ist beendet.

Seit dem Jahr 2000 schwebte bereits das Verfahren, in dem sich beide Seiten mit harten Bandagen bekämpften. Das damalige MandrakeSoft hatte sich mehrere Markennamen, darunter »Mandrake« und »Linux-Mandrake« eintragen lassen. Dagegen klagte Kingfisher Syndicate, ein Unternehmen im Konzern von Hearst Holdings, das die Rechte an der Comicfigur »Mandrake le magicien« (Mandrake der Zauberer) und der entsprechenden Marke »Mandrake le magicien« hält. Es wurde die Löschung der Mandrake-Marken und Schadensersatz-Zahlungen verlangt.

Mandriva, damals noch Mandrakesoft, klagte seinerseits auf Löschung der Marke »Mandrake le magicien«, unterlag aber im Jahr 2004 vor einem französischen Gericht. Das Urteil lautete, daß es den Namen Mandrake und alle damit zusammenhängenden Web-Domains aufgeben sollte, ein Schritt, der in diesem Jahr mit der Fusion mit Conectiva zu Mandriva erfolgt ist. Außerdem sollte Mandrake Strafen in Höhe von 70.000 Euro zahlen. Gegen das Urteil legte Mandrake Berufung ein.

Nun teilte Mandriva-Vorstand Jacques Le Marois mit, daß man sich mit Hearst/Kingfisher geeinigt habe. Das Verfahren ist damit beendet. Ein nicht näher genannter Geldbetrag wechselte dabei den Besitzer, was nach Marois' Angaben dazu führen wird, daß Mandriva in diesem Finanzjahr, das am 30. September endet, einen »außergewöhnlichen« Gewinn erzielen wird. Dies muß nicht bedeuten, daß Kingfisher Geld an Mandriva gezahlt hat. Es könnte auch sein, daß Mandriva Rücklagen gebildet hat, die höher sind als die tatsächliche Zahlung. Genaue Zahlen werden erst im Jahresabschlußbericht bekannt gegeben.

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