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Do, 4. August 2005, 21:58

Software::Entwicklung

Diskussion um Unterstützung alter GCC-Versionen im Kernel

Adrian Bunk hat mit einen Patch zur Beseitung der Unterstützung für ältere GCC- Versionen im aktuellen Kernel auf der Linuxkernel-Mailingliste (LKML) eine kritische Debatte ausgelöst.
Von ThomasS

Der Debian-Entwickler hatte der LKML einen Patch zugeschickt, der die Unterstützung für ältere GCC-Versionen vor 3.2 aus dem Kernel verbannen sollte. Nach seiner Ansicht bringt dieser Schritt zwei wesentliche Vorzüge gegenüber der jetzigen Situation. Die Reduzierung der unterstützten GCC-Versionen von acht auf vier erlaubt die Entfernung einiger #ifdefs und anderer Übergangslösungen aus dem Kernelquellcode. Zum zweiten sind ältere GCC-Versionen für die Kompilierung des Kernels seiner Beobachtung nach kaum noch im Einsatz, daher dürfte sich die Kompilierung des Kernels gerade auf moderner Hardware noch reibungsloser und schneller gestalten. Immerhin ließ sich in den seltenen Fällen, in denen doch noch ein älterer GCC erforderlich sei, beim Kompilieren des Kernels auch auf ältere Maschinen ausweichen.

Diese Überlegungen von Adrian Bunk sind nicht unwidersprochen geblieben, mehrere Entwickler wiesen den Vorschlag zur Entfernung der Unterstützung für die älteren GCCs zurück. So wandte David Miller ein, dass seines Wissens noch viele Nutzer den alten GCC 2.95 einsetzen würden. Dave Airlie bemerkte dazu, dass manche Kernel-Ports für VAX überhaupt nicht mit neueren GCCs zu kompilieren seien. Andere Kernelentwickler fügten hinzu, dass bei der Kompilierung des Kernels mit neueren GCCs Laufzeitfehler auftreten, die mit älteren Versionen des GCCs nicht zu beobachten seien. Den eher negativen Reaktionen der Kernelentwickler auf Bunks Vorschlag nach zu urteilen wird die Unterstützung für ältere Versionen des GCCs wohl nicht so schnell aus dem Kernel entfernt werden.

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