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Di, 9. August 2005, 13:29

Gemeinschaft::Personen

Andrew Morton startet Kernel-Statusberichte

Andrew Morton, der Verwalter von Kernel 2.6, hat einen Statusbericht zum Kernel veröffentlicht, dem in Zukunft wöchentlich weitere folgen werden.

Andrew Morton

Dana Echtner

Andrew Morton

Anders als Kernel Traffic faßt Morton nicht die Aktivitäten auf der Kernel-Mailingliste zusammen, sondern die Situation bezüglich der Patches und Releases. Auf dem Kernel Summit in Ottawa hatte er versprochen, diese Zusammenfassung künftig wöchentlich zu verfassen. Ihr Hauptzweck soll sein, die Entwickler und insbesondere die Zuständigen für die einzelnen Subsysteme mit Informationen zu versorgen, so daß sie die Zeitpunkte, zu denen sie ihren Code mit dem offiziellen Kernel abgleichen, besser planen können. Denn mit der Freigabe der Testversion 2.6.13-rc4 wurde das Entwicklungsmodell dahingehend modifiziert, daß nur in den ersten Wochen der Entwicklung einer neuen Version tiefgreifende Änderungen erfolgen dürfen. Die nachfolgenden Wochen sollen zur Stabilisierung mit umfassenden Tests und Korrekturen dienen. Ziel soll es sein, Regressionen zu vermeiden und alle bekannten Fehler vor der Freigabe zu eliminieren.

Inzwischen liegt Kernel 2.6.13-rc6 vor, der diese neue Strategie weitgehend umsetzt. So hat Linus Torvalds in den letzten beiden Testversionen einige Patches entfernt, die offenbar neue Probleme verursachten. Andrew Morton schätzt in der ersten Ausgabe seines Statusberichtes, daß Kernel 2.6.13 zwischen dem 12. und 19. August freigegeben werden könnte. Dies ist allerdings abhängig von den eingehenden Fehlerberichten.

Der Bericht listet die Patches auf, die Morton vorliegen. Es sind eine ganze Menge, die laut Morton aber frühestens in Kernel 2.6.14 erscheinen werden.

Morton möchte, daß das Bugzilla-System des Kernels die zentrale Instanz für Fehlerberichte wird. Er will Fehler jeweils über mindestens zwei Kernelversionen verfolgen, ältere werden möglicherweise beseitigt. Am 4. August waren über 60 Fehler bekannt, die fast alle Regressionen waren, also in Kernel 2.6.12 nicht auftraten. Viele davon sind laut Morton im USB-Subsystem, etliche im ACPI-Subsystem, und anscheinend kann der IDE-CD-Treiber keine Audiodaten mehr lesen. Wieviele dieser Fehler inzwischen beseitigt sind, wird man der nächsten Ausgabe des Statusberichtes ab dem 11. August entnehmen können.

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