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Di, 16. August 2005, 13:30

Lloyds plant Einstieg in Open-Source-Versicherung

CNET News spekuliert, daß das älteste Versicherungshaus der Welt in einigen Monaten in Zusammenarbeit mit OSRM Open-Source-Anwender versichern könnte.

Open Source Risk Management (OSRM) hatte bereits im Frühjahr 2004 seine Arbeit aufgenommen. Im Zuge der ungerechtfertigten und letzlich erfolglosen Klagen von SCO gegen DaimlerChrysler und Autozone war die Idee entstanden, daß Anwender vor solchen und ähnlichen Klagen geschützt werden sollten. Schon seit Jahren bot daher zum Beispiel Red Hat den Anwendern von Red Hat Enterprise Linux eine entsprechende Garantie, daß in dem Fall, daß in Red Hat Enterprise Linux eine Copyright-Verletzung entdeckt würde, der betreffende Code ausgetauscht wird. Diese wurde im Januar 2004 als Reaktion auf die SCO-Affäre auf alle Red-Hat-Produke ausgedehnt. Andere Linux-Anbieter gaben vergleichbare Garantien ab.

Unabhängig von bestimmten Distributionen startete OSRM eine eigene Versicherung, zunächst aber nur für Fortune 500-Kunden. Die Versicherung soll die Kosten decken, die durch eine mögliche Verletzung von Lizenzen, Urheber- und Patentrechten auf Unternehmen zukommen könnten. Um den potentiellen Kunden die vermeintliche Dringlichkeit des Problems vor Augen zu führen, wurde eine Studie erstellt, nach der allein der Linux-Kernel gegen 283 US-Patente verstoßen könnte. Keines davon wurde jedoch bisher geltend gemacht und ob sie einer gerichtlichen Anfechtung standhalten würden, ist offen.

John St. Clair, COO von OSRM, verhandelt laut CNET zur Zeit mit dem Versicherungsunternehmen Lloyds, das angeblich in wenigen Monaten eine Versicherung für Open-Source-Anwender herausbringen will. Von Lloyds wurde dies noch nicht bestätigt. Die Versicherung soll alle Linux-Distributionen mit ihren Grundfunktionen abdecken, dazu populäre Anwendungen - zunächst der LAMP-Stack (Linux, Apache, MySQL, PHP), später eventuell weitere. Der Preis soll niedrig genug liegen, so daß der Einsatz von freier Software immer noch Kostenvorteile bringen wird.

Open-Source-Software trägt laut St. Clair kein größeres Risiko in sich, gegen Copyright oder Patente zu verstoßen, als proprietäre. Der Unterschied sei lediglich, daß es bei proprietärer Software einen einzelnen Hersteller gebe, der dafür verantwortlich gemacht werden kann, bei freier Software jedoch nicht.

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