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Fr, 19. August 2005, 16:53

Software::Web

Ärger bei Mambo

In einem offenen Brief kritisieren die Entwickler des freien CMS Mambo die von Miro International gegründete Mambo Foundation.

Miro International ist die Firma hinter dem Content Management System (CMS) Mambo. Sie hat vor fünf Jahren die Entwicklung begonnen und besitzt alle Markenrechte. Am 10. August hatte die australische Firma die Mambo Foundation ins Leben gerufen. Diese unabhängige und nicht auf Gewinn ausgerichtete Stiftung soll Mambo unterstützen und dafür sorgen, dass Mambo weiter wächst und bekannter wird. Durch die Stiftung wird laut Miro eine streng organisierte Struktur geboten, die die Zusammenarbeit zwischen den Entwicklern vereinfachen soll. Finanzieren soll sich die Mambo Foundation selber. Doch gerade diese Struktur sehen die Entwickler nun als Gift für die erfolgreiche Weiterentwicklung des CMS an.

Zukünftig muss nämlich jeder, der Mambo weiterentwickeln möchte, der Foundation beitreten. Miro verspricht zwar, dass der Code auch weiterhin unter der GNU General Public License (GNU GPL) stehen wird und so prinzipiell jeder das System weiterentwickeln kann. Da die Markenrechte aber bei Miro liegen, darf der Name »Mambo« nicht im Projektnamen vorkommen. Ursprünglich hatte Miro versprochen, diese Markenrechte freizugeben. Nun weigert sich die Firma, dieses Versprechen einzuhalten und stößt damit auf Kritik seitens der Entwickler.

Die Mambo-Entwickler kritisieren ferner die Gründung der Mambo Foundation und haben einen offenen Brief an die Community veröffentlicht. Darin betonen sie ihre Überzeugung, dass Open-Source-Projekte für jeden offen sein sollten, der Lust hat, daran mitzuwirken. Die Stiftung aber sei geschaffen worden, um die Kontrolle über Mambo bei Miro zu belassen. Vielmehr müsse Mambos Zukunft aber von den Anforderungen der Nutzer und den Fähigkeiten der Entwickler abhängen. Liege die Kontrolle aber in den Händen von Miro, so sei die Zusammenarbeit zwischen Stiftung und Community unmöglich.

Peter Lamont, CEO von Miro, habe außerdem die Leitung der Mambo Foundation nach eigenen Wünschen zusammengestellt und sei nicht auf die Anliegen der Entwickler eingegangen. Die Entwicklergemeinde habe keine Stimme, um die Zukunft von Mambo mitzulenken. Die Entwickler wollen weiterhin an einer Version des freien CMS arbeiten und hoffen, dass Miro und die Mambo Foundation es bedauern, dass sich die Entwickler nicht in der Lage sehen, mit ihnen zusammenzuarbeiten.

Das auf PHP basierende, freie Content Management System Mambo wurde gerade erst auf der LinuxWorld in San Francisco als bestes Open-Source-Projekt ausgezeichnet.

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