Es wäre allerdings schön, wenn solche Reibereien ohne Fork gelöst werden könnten.
Denn eine Marke ist schon etwas wert: Man denke nur an all die Empfehlungen, Anleitungen oder Hilfen, die weltweit vorhanden sind; an die Kenntnisse und das Wissen von Tausenden von Nutzern und anderen potentiell Interessierten.
Das wird meiner Meinung nach zu häufig vergessen; seien es Forks oder neue Projekte, wenn ältere, mit ähnlichen Funktionen bereits existieren. "Johoo! Machen wir halt 'ne Fork!" ist da keine passende Antwort, allenfalls eine gute Drohung. Forks schaden meist nur dem Erfolg von F/OSS.
Auch in diesem speziellen Fall sollten man zuerst andere Wege suchen. Es ist gut, daß die freie Entwicklergemeinde von Mambo genau das versucht.
Natürlich ist ein Beilegen des Streits ohne einen Fork die beste Lösung. Und die Community hat bisher bewiesen, dass ein Fork erst der LETZTE Ausweg ist.
Wenn aber eine Firma glaubt, irgendjemanden zu irgendwas zwingen zu können, dann werden sie eben einen Fork erleben. Das ist auch der Gedanke hinter der GPL. Der ANREIZ zu forken ist sehr klein (weil man ja das Derivat wieder freigeben muss), die MÖGLICHKEIT für einen Fork ist aber vorhanden und kann als Ausweg benutzt werden.
X wurde ja auch nur geforked weil der Druck bereits zu groß war. Linux ist bisher nur deswegen nicht geforked worden weil Linus so gut mit den Entwicklern umgehen kann.
X.org hat es vorgemacht: Wenn es Probleme gibt: fork -> neues Projekt -> und gut ist . Nicht schoen, aber auch kein Weltuntergang. Und tschuess Mambo und gruess mir XFree86.
Hat sich eigentlich immer noch nicht herumgesprochen, dass der X.org-Fork darin begründet liegt, dass die Unternehmen hinter X.org andere Ziele haben und das Lizenzargument dann sehr passend kam, um den Fork besser darstellen zu können, damit auch ja keiner auf die Idee kommt, es können unterschiedliche Interessen und Ziele dahinter gesteckt haben?
Und selbst wenn, die Entwickler die die Miros Politik nervt wollen eine andere Politik. (Eine moegliche) Konsequenz : Fork Passt sogar noch besser in der Begruendung als die Lizenz-Aenderung.
Jetzt aber in den Park ein Closed Source, aber leckeres, Bier trinken
> Und selbst wenn, die Entwickler die die Miros > Politik nervt wollen eine andere Politik.
Miros Politik unterscheidet sich gar nicht so stark von der Politik der Apache Foundation, der Herstellerin des guten und freien Webservers für das gute und freie Linux und noch ein paar andere Plattformen. Das ist nämlich auch eine Meritokratie, in der nicht jeder einfach so mitmachen kann. Der wesentliche Unterschied besteht eigentlich nur darin, dass es bei der Apache Foundation statt finanzieller nur elitäre Schranken zum Mitmachen gibt. Unter guten und freien Lizenzen stehen die Produkte beider Hersteller, insofern ist der XFree-Vergleich gleich doppelt unpassend, weil ja gar keine Lizenzänderung stattgefunden hat.
> Jetzt aber in den Park ein Closed Source, aber > leckeres, Bier trinken
Genau, mit OSS wäre das nicht passiert. Ups, es ist ja passiert und außerdem wurde gar keine Lizenz geändert, aber egal.
»Miros Politik unterscheidet sich gar nicht so stark von der Politik der Apache Foundation« Die Politik unterschiedet sich IMHO schon recht gewaltig.
Allerdings ist das Ansichtssache und hat mit dem Thema eigentlich überhaupt nichts zu tun.
Was XFree und Miro gemeinsam haben ist, dass in beiden fällen eine Art Selbstmord betrieben wurde/wird. Mit dem kleinen Unterschied, dass Miro nach der Ablehung der Foundation durch das Kernteam so ca. 0 Entwickler für die Weiterentwicklung bleiben.
Closed Source Bier, weil nicht : voresoel.dk Siehe : http://www.pro-linux.de/news/2005/8416.html
Und das die Apache Foundation oder Miro so eine Politik machen, heisst nicht das diese gut ist (Aber auch nicht dass sie schlecht ist). Das gute ist, dass [ich,du,ihr] einen Fork machen koennen, wenn [ich,du,ihr] wollen. Die Frage ist immer ob das sinnvoll ist. Bei Mambo weiss ich es nicht. Es ist aber ein moegliche Antwort der unzufriedenen Entwickler
>> Ups, es ist ja passiert und außerdem wurde gar keine Lizenz geändert, aber egal. Siehste, ich kann einen Fork machen, wenn ich will. Und selbst wenn die Lizenz irgendwann auf eine Closed Source-Lizenz geaendert wird, der letzte GPL-Release bleibt fuer immer frei. Tolle Sache.
Mh, ich verstehe jetzt nicht so ganz wo dein Problem ist.
> Mh, ich verstehe jetzt nicht so ganz wo dein Problem ist.
Tja, und ich verstehe Dein Problem nicht. Du hast doch hier schon in einem anderen Thread nicht gerade Kompetenz bewiesen, was also willst Du einem Leser hier mitteilen?
Ich denke, Du schreibst da einfach so merkbefreit drauf los in der Annahme, die meisten Kiddies damit zu beeindrucken. Aber Deinen Äußerungen mangelt es einfach an wirklichem Fachwissen.
Eine Zutatenangabe ist in der Regel hierfür bei Weitem nicht ausreichend. Es muss ja außerdem nur darauf stehen, was im Endprodukt noch nachweisbar enthalten ist.
Zum Thema Markenrechte gab es vor kurzem einen schönen Artikel auf groklaw.net (http://www.groklaw.net/article.php?story=20050816092029989). In dem Artikel geht es allerdings darum, wie Linus die Marke Linux verteidig(t/en läßt). Kurze Zusammenfassung:
Es gibt Webseiten wie Linux-today, Newsletter wie Linux Business Week und edergleichen, die alle den Namen Linux im Titel haben, aber Linux-Bashing der reinsten Sorte betreiben. Wenn man denen verbieten will, Linux im Namen zu verwenden (was ich begrüßenswert fänd) muß man dafür sorgen, dass Linux als Marke insgesamt schützbar ist. Das geht aber nicht nur durch Anmelden der Marke Linux, man muß auch Konsequent seine Rechte an der Marke in allen Fällen durchsetzen, ansonsten verliert man das Recht an der Marke. Anders ausgedrückt: Wenn Linus zuläßt, das Jan Pit und Klaus und wer auch immer sonst seine Software Linux nennt, kann man auch MS nicht mehr verbieten, eine Windows-Version unter dem Namen Linux rauszubringen, um für Frust zu sorgen.
Ich nehme an, in diesem Projekt gibt es ähnliche Überlegungen: Man muss die Markenrechte strikt einfordern, sonst verliert man sie ganz, und das ist schlecht, wenn man Support anbieten möchte.
Dass man der Foundation beitreten muss, um das Projekt mit zu gestalten finde ich allerdings auch Kappes.
Das Problem bei Mambo dürfte sein, dass die Entwicklung des Kernsystems hauptsächlich von freien Entwicklern betrieben wird.
Miro investiert zwar Gelder in Mambo, aber was die Entwicklung selbst angeht so betrifft das eigentlich nur Erweiterungen/Module, die sie Erstellen (z.B. als Auftragsarbeit) und die teilweise wieder in Mambo selbst einsickern.
Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass die unabhängigen Entwickler, die den Kern pflegen nicht dazu bereit sind sich von Miro sagen zu lassen, was sie machen sollen oder nicht. Und genau darauf zielt die momentane Struktur der Foundation leider ab.
Ein Fork wäre natürlich reichlich kompliziert. Eine alternative Infrastruktur für die Entwicklung dürfte sich leicht aufbauen lassen. Aber das Drumherum (mamboforge und co) und vorallem die Öffentlichkeitsarbeit und Etablierung des forks bzw des neuen Namens dürfte recht schwehr werden.
Bei Xorg/Xfree wars doch genauso.
Denn eine Marke ist schon etwas wert: Man denke nur an all die Empfehlungen, Anleitungen oder Hilfen, die weltweit vorhanden sind; an die Kenntnisse und das Wissen von Tausenden von Nutzern und anderen potentiell Interessierten.
Das wird meiner Meinung nach zu häufig vergessen; seien es Forks oder neue Projekte, wenn ältere, mit ähnlichen Funktionen bereits existieren. "Johoo! Machen wir halt 'ne Fork!" ist da keine passende Antwort, allenfalls eine gute Drohung. Forks schaden meist nur dem Erfolg von F/OSS.
Auch in diesem speziellen Fall sollten man zuerst andere Wege suchen. Es ist gut, daß die freie Entwicklergemeinde von Mambo genau das versucht.
Wenn aber eine Firma glaubt, irgendjemanden zu irgendwas zwingen zu können, dann werden sie eben einen Fork erleben. Das ist auch der Gedanke hinter der GPL. Der ANREIZ zu forken ist sehr klein (weil man ja das Derivat wieder freigeben muss), die MÖGLICHKEIT für einen Fork ist aber vorhanden und kann als Ausweg benutzt werden.
X wurde ja auch nur geforked weil der Druck bereits zu groß war. Linux ist bisher nur deswegen nicht geforked worden weil Linus so gut mit den Entwicklern umgehen kann.
Wenn es Probleme gibt: fork -> neues Projekt -> und gut ist .
Nicht schoen, aber auch kein Weltuntergang.
Und tschuess Mambo und gruess mir XFree86.
(Eine moegliche) Konsequenz : Fork
Passt sogar noch besser in der Begruendung als die Lizenz-Aenderung.
Jetzt aber in den Park ein Closed Source, aber leckeres, Bier trinken
> Politik nervt wollen eine andere Politik.
Miros Politik unterscheidet sich gar nicht so stark von der Politik der Apache Foundation, der Herstellerin des guten und freien Webservers für das gute und freie Linux und noch ein paar andere Plattformen. Das ist nämlich auch eine Meritokratie, in der nicht jeder einfach so mitmachen kann. Der wesentliche Unterschied besteht eigentlich nur darin, dass es bei der Apache Foundation statt finanzieller nur elitäre Schranken zum Mitmachen gibt. Unter guten und freien Lizenzen stehen die Produkte beider Hersteller, insofern ist der XFree-Vergleich gleich doppelt unpassend, weil ja gar keine Lizenzänderung stattgefunden hat.
> Jetzt aber in den Park ein Closed Source, aber
> leckeres, Bier trinken
Genau, mit OSS wäre das nicht passiert. Ups, es ist ja passiert und außerdem wurde gar keine Lizenz geändert, aber egal.
Die Politik unterschiedet sich IMHO schon recht gewaltig.
Allerdings ist das Ansichtssache und hat mit dem Thema eigentlich überhaupt nichts zu tun.
Was XFree und Miro gemeinsam haben ist, dass in beiden fällen eine Art Selbstmord betrieben wurde/wird.
Mit dem kleinen Unterschied, dass Miro nach der Ablehung der Foundation durch das Kernteam so ca. 0 Entwickler für die Weiterentwicklung bleiben.
Siehe : http://www.pro-linux.de/news/2005/8416.html
Und das die Apache Foundation oder Miro so eine Politik machen,
heisst nicht das diese gut ist (Aber auch nicht dass sie schlecht ist).
Das gute ist, dass [ich,du,ihr] einen Fork machen koennen, wenn [ich,du,ihr] wollen.
Die Frage ist immer ob das sinnvoll ist. Bei Mambo weiss ich es nicht. Es ist aber ein
moegliche Antwort der unzufriedenen Entwickler
>> Ups, es ist ja passiert und außerdem wurde gar keine Lizenz geändert, aber egal.
Siehste, ich kann einen Fork machen, wenn ich will. Und selbst wenn die Lizenz irgendwann auf eine
Closed Source-Lizenz geaendert wird, der letzte GPL-Release bleibt fuer immer frei. Tolle Sache.
Mh, ich verstehe jetzt nicht so ganz wo dein Problem ist.
Tja, und ich verstehe Dein Problem nicht.
Du hast doch hier schon in einem anderen Thread nicht gerade Kompetenz bewiesen, was also willst Du einem Leser hier mitteilen?
Ich denke, Du schreibst da einfach so merkbefreit drauf los in der Annahme, die meisten Kiddies damit zu beeindrucken. Aber Deinen Äußerungen mangelt es einfach an wirklichem Fachwissen.
Wo ist das Problem?
Es muss ja außerdem nur darauf stehen, was im Endprodukt noch nachweisbar enthalten ist.
Die da wären? Weiterentwicklung statt Stagnation? Oder wie? Wenn Du Behauptungen aufstellst, solltest Du schon konkreter werden.
Es gibt Webseiten wie Linux-today, Newsletter wie Linux Business Week und edergleichen, die alle den Namen Linux im Titel haben, aber Linux-Bashing der reinsten Sorte betreiben. Wenn man denen verbieten will, Linux im Namen zu verwenden (was ich begrüßenswert fänd) muß man dafür sorgen, dass Linux als Marke insgesamt schützbar ist. Das geht aber nicht nur durch Anmelden der Marke Linux, man muß auch Konsequent seine Rechte an der Marke in allen Fällen durchsetzen, ansonsten verliert man das Recht an der Marke. Anders ausgedrückt: Wenn Linus zuläßt, das Jan Pit und Klaus und wer auch immer sonst seine Software Linux nennt, kann man auch MS nicht mehr verbieten, eine Windows-Version unter dem Namen Linux rauszubringen, um für Frust zu sorgen.
Ich nehme an, in diesem Projekt gibt es ähnliche Überlegungen: Man muss die Markenrechte strikt einfordern, sonst verliert man sie ganz, und das ist schlecht, wenn man Support anbieten möchte.
Dass man der Foundation beitreten muss, um das Projekt mit zu gestalten finde ich allerdings auch Kappes.
Gruß
Thorsten M.
Miro investiert zwar Gelder in Mambo, aber was die Entwicklung selbst angeht so betrifft das eigentlich nur Erweiterungen/Module, die sie Erstellen (z.B. als Auftragsarbeit) und die teilweise wieder in Mambo selbst einsickern.
Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass die unabhängigen Entwickler, die den Kern pflegen nicht dazu bereit sind sich von Miro sagen zu lassen, was sie machen sollen oder nicht. Und genau darauf zielt die momentane Struktur der Foundation leider ab.
Ein Fork wäre natürlich reichlich kompliziert.
Eine alternative Infrastruktur für die Entwicklung dürfte sich leicht aufbauen lassen.
Aber das Drumherum (mamboforge und co) und vorallem die Öffentlichkeitsarbeit und Etablierung des forks bzw des neuen Namens dürfte recht schwehr werden.