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Di, 23. August 2005, 23:32

pocketlinux Version 1.1 erschienen

Die Linux-Distribution pocketlinux setzt ab Version 1.1 auf Slackware als Basis und ein abgespecktes KDE.

pocketlinux, so lautet der Name des Nachfolgers der von Marcus Möller entwickelten Mini-Distribution Bonzai Linux. Im Gegensatz zu Bonzai basiert pocketlinux nicht mehr auf der Debian-Distribution, sondern auf Slackware Linux. Diese Entscheidung wird damit begründet, dass der mit Sarge eingeführte Debian-Installer zu komplex und unübersichtlich geworden sei. So kommt bei pocketlinux eine stark modifizierte Version des Slackware -Installers zum Einsatz, der mehrsprachige Dialoge erlaubt und auf fünf Hauptpunkte reduziert wurde. Zur Zeit liegt der Installer in Deutsch und Englisch vor.

Als Desktop-Umgebung wurde speziell für diese Distribution »KDE light« entwickelt, das sich aus den Open-Source-Komponenten kdesktop, dem GTK-basierten Panel fbpanel und dem kompakten Window-Manager Openbox zusammensetzt. Im Vergleich zu KDE soll es schnellere Start- und Reaktionszeiten und eine deutlich gesteigerte Übersichtlichkeit bieten. Dies ist auch das Hauptziel der Distribution. So wurde die Vielzahl der Anwendungen auf das Nötigste reduziert. Die Entwickler stellten sich die Frage: »Wer braucht zwei Texteditoren? Oder zwei Window-Manager« und entschied sich für jeweils ein Paket, das mitgeliefert wird. Als Office-Umgebung kommt das schlanke KOffice zum Einsatz. Des Weiteren sind der Firefox-Browser, KMail, XChat, gFTP sowie die Multimedia-Anwendungen xmms und xine mit an Bord.

Da pocketlinux weitestgehend vorkonfiguriert ist, soll ein sofortiger Einsatz auf den meisten x86er-basierten Hardwareplattformen möglich sein. Die meisten Pakete sind unveränderte Slackware-Pakete. Auch zusätzliche Pakete der Slackware-Distribution lassen sich einspielen, besonders auch Sicherheitsupdates. Besondere Konfigurationswerkzeuge hat das Projekt nicht erstellt. Somit wendet sich die Distribution an alle, die Slackware meistern können und will den zusätzlichen Vorteil bieten, auch auf älteren Rechnern gut zu laufen.

Der Download von pocketlinux ist in Form einer knapp 550 MB großen ISO-Datei möglich. (Marcus Moeller/hjb)

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