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Mo, 29. August 2005, 22:39

Software::Distributionen::OpenSuse

SUSE Linux bald in fünf indischen Sprachen

Nachdem sich Novell gerade in China stark engagiert hat, sollen nun auch in Indien neue Taten folgen.

Wie der Boston Herald meldet, soll SUSE Linux in fünf der offiziellen Sprachen von Indien erscheinen - Hindi, Tamil, Malayalam, Bengali und Gujarati. Von diesen ist Hindi - neben Englisch - die überregionale Amtssprache, die anderen gehören zu den zwanzig regionalen Amtssprachen.

Rhonda O'Donnell, Präsidentin von Novells Asien- und Pazifikregion, wird mit der Aussage zitiert, daß Indien zusammen mit China die beiden größten neuen Marktchancen für Novell darstellen. Die Bedienoberflächen in den regionalen Sprachen sollen die Akzeptanz von Linux in Indien beschleunigen.

Indiens IT-Markt ist mit jährlichen Umsätzen von 4,9 Mrd. US-Dollar noch sehr klein, doch das Wachstum beträgt 25% pro Jahr. Dazu kommt die enorme Bevölkerungszahl von Indien, die zur Zeit noch um 15 Millionen pro Jahr weiter wächst. Im Jahr 2050 könnte Indien 1,7 Mrd. Einwohner haben. Ähnlich ist die Situation in China, wo die Bevölkerung zwar nur noch wenig wächst, aber die Wirtschaft seit Jahren boomt.

Um seinen Stand in Indien zu festigen, hat Novell vor wenigen Tagen 50% eines indischen Partnerunternehmens übernommen. Ein Termin für die Veröffentlichung der indischen SUSE-Versionen wurde noch nicht genannt, die Planungen sollen aber begonnen haben und die Veröffentlichung soll in naher Zukunft erfolgen.

Etwas weiter ist Konkurrent Red Hat, der bereits im Mai Red Hat Enterprise Linux in der fünften indischen Sprache vorgestellt hat und Versionen in weiteren acht Sprachen plant. Da Red Hat beispielsweise seine Tamil-Version von Red Hat Enterprise Linux 4 für etwa ein Zehntel des US-Preises verkauft, dürfte der Preis für SUSE Linux auf Indisch ähnlich gelagert sein. Beide Unternehmen kämpfen auch in Indien gegen ein nahezu vollständiges Microsoft-Monopol, das allerdings zu 80% aus raubkopierten Windows-Versionen bestehen soll.

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