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Mo, 5. September 2005, 12:31

Gesellschaft::Politik/Recht

Bundestag schließt Linux-Migration ab

Wie der Bundestag Ende letzter Woche und die beteiligten Firmen heute bekannt gaben, ist die Umstellung der Bundestagsserver von Windows NT auf Linux vollzogen.

Das 2001 initiierte und 2003 gestartete Projekt MigOS der Bundestagsverwaltung hatte die Aufgabe, mehr als 100 Serversysteme von dem Betriebssystem Microsoft NT auf das Open-Source-Betriebssystem Linux umzustellen. Zusätzlich waren ungefähr 5.000 PCs in den Abgeordnetenbüros und der Verwaltung von Windows NT 4.0 auf Windows XP zu überführen.

Im Rahmen der Modernisierung der IT-Infrastruktur war es allerdings Ende letzten Jahres zu Schwierigkeiten bei der Verbindung von Windows-PCs mit Linux-basierten Servern gekommen. Erst durch ein externes Expertenteam aus dem Linux-Umfeld wurde dem Projekt laut Aussagen [PDF] der beteiligten Firmen »eine positive Wendung« gegeben. Mit Unterstützung der Bundestagsverwaltung wurde die hohe Anmeldelast im Deutschen Bundestag simuliert und die Probleme, die zum Versagen des Systems geführt hatten, unter kontrollierten Bedingungen erneut hervorzurufen. Auf dieser Grundlage wurden die nötigen Konfigurationsänderungen erarbeitet und getestet.

Der Bundestag wertet die Umstellung als ein Erfolg. »Die Leistung, die hier insbesondere von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung des Deutschen Bundestages, vollbracht wurde, ist äußerst erfolgreich gewesen. Die Migration ist bisher reibungslos verlaufen«, so die Vorsitzende der Kommission des Ältestenrats für den Einsatz neuer Informations- und Kommunikationstechniken, Susanne Kastner. »Es freut mich außerordentlich, dass wir diese Umstellung auf Open Source gemeistert haben. Dadurch entsprechen wir immerhin als erstes Land Europas den selbst gesetzten Zielen einer Nutzung von offenen Standards. Ich gehe davon aus, dass die Innovationsfreude Deutschlands in diesem Bereich bald Nachahmer finden wird.«

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