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Di, 6. September 2005, 12:44

Gesellschaft::Politik/Recht

Projekt zur Diskussion der GPLv3 gestartet

Die Free Software Foundation (FSF) hat das »GPL Version 3 Development and Publicity Project«, in dem die Aspekte der neuen Lizenz diskutiert werden sollen, angekündigt.

Richard Stallman, Vorstands- sowie Gründungmitglied der Free Software Foundation

Richard Stallman

Richard Stallman, Vorstands- sowie Gründungmitglied der Free Software Foundation

Wie die Organisation in einer heute erschienenen Meldung bekannt gab, soll das neue Projekt »tausenden von Organisationen, Softwareentwicklern und Benutzern« eine Plattform zur Diskussion bieten. Über ein Jahr lang sollen die Entwickler Gelegenheit haben ihre Anregungen und Verbesserungen in die kommende Version v3 der GPL einbringen. Der Prozess wird sich über das ganze Jahr 2006 erstrecken und erst 2007 in eine finale Version münden.

Laut Peter Brown, Executive Director der Free Software Foundation, wird GPLv3 die Reichweite der Free Software-Bewegung erhöhen. »Bei der Entwicklung der neuen Lizenz werden wir Communities rund um den Globus ansprechen«, so Brown. Man will laut Brown sicher stellen, dass jede Gruppierung bei der Erstellung des »wichtigsten sozialen Dokuments unserer Zeit« beteiligt ist. Georg Greve, Präsident der Schwesterorganisation FSF Europe, sieht dadurch sichergestellt, dass die neue Version auch an speziell europäische Bedürfnisse angepasst wird. Europa hat laut Greve ein lebendiges Ökosystem von qualifizierten Free Software-Entwicklern und kleinen und mittelständischen Unternehmen. »Es wird unser Ziel sein, diese Entwicklung zu stärken«, so Greve weiter.

Wie die Organisation weiter bekannt gab, erhielt die FSF weiterhin eine Spende von 150.000 Euro durch Stichting NLnet zur Unterstützung des Projekts.

Die neue Version der GPL soll laut Aussagen der Beteiligten 2007 freigegeben werden. Derzeit liegt die GPL in der Version 2.2 vor, die sich nur in Details von der Version 2.0 unterscheidet. Diese hatte Richard Stallman, Gründungmitglied der Free Software Foundation (FSF), bereits 1991 veröffentlicht.

Eine massive Überarbeitung der GPL ist allerdings laut Eben Moglen, der ebenfalls dem Vorstand der FSF angehört, bereits seit längerem geplant gewesen und dringend nötig. Die neue GPLv3 soll sich jedoch nicht komplett von der alten Lizenz unterscheiden. Vielmehr soll GPLv3 an die aktuellen Entwicklungen im Computer- und Rechtsbereich angepasst werden. So muß die GPL zum Beispiel festlegen, was geschieht, wenn nicht Software selbst, sondern ein darauf basierender Service verteilt wird. Ferner planen die Verantwortlichen, Unklarheiten, die zu Missinterpretationen führen können, zu beheben und die GPLv3 für Übersetzungen in andere Sprachen anzupassen.

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