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Mi, 7. September 2005, 21:23

Software::Desktop::Gnome

GNOME 2.12

Die Entwickler der freien Desktop-Umgebung GNOME haben GNOME 2.12 heute wie geplant veröffentlicht.

Das neue Startbild von GNOME 2.12

Das neue Startbild von GNOME 2.12

In den sechs Monaten seit GNOME 2.10 wurden zahlreiche neue Features hinzugefügt, darunter ein aufgefrischtes Aussehen, vereinfachte Verwaltung von Dateien, intuitives Verhalten der Zwischenablage, ein einheitlicher Dokumentenbetrachter und die Verwaltung persönlicher Angaben.

Allgemein wurden Benutzbarkeit, Stabilität und Leistungsfähigkeit des Desktops erhöht. Die Benutzer werden zunächst von einem neuem Standard-Theme namens ClearLooks begrüßt. Dieses soll mit seinen klaren Linien für bessere Bedienbarkeit und Übersicht sorgen und zudem noch attraktiv aussehen. Der Dateimanager Nautilus wurde in vielerlei Hinsicht verbessert. So wird die Anzeige von Dateien innerhalb der Verzeichnisstruktur möglich, so daß man kein neues Fenster öffnen muß, um den Verzeichnisinhalt zu sehen. Durch Ziehen von ausgewähltem Text von einer beliebigen Anwendung in den Dateimanager kann man eine neue Datei anlegen. Auch wird der Inhalt von Textdateien als Vorschau angezeigt, ähnlich wie die schon früher vorhandene Vorschau von Bildern als Minibilder. Die Listenansicht sieht nun genauso aus wie diejenige im Dateiauswahl-Dialog.

Die eingebaute CD-Brennfunktionalität erstreckt sich nun auch auf Audio-CDs. Daten, die man zwischen Anwendungen kopiert, werden nun in einer Art Zwischenablage gespeichert und verbleiben auch dort, wenn die zugehörige Anwendung geschlossen wird. Die GNOME-Panels können nun auch senkrecht angeordnet werden. Der auf Mozilla aufbauende Browser Epiphany verwendet nun das GNOME-Druckframework und erlaubt, neben vielen anderen Verbesserungen, das gemeinsame Nutzen von Lesezeichen übers Netz. Evolution kann als Client für MS Exchange und Novell Groupwise dienen.

Für die Administratoren soll GNOME 2.12 auch einfacher zu verwalten sein, auch für die Heimbenutzer, die ihren eigenen Rechner administrieren. Für größere Rechnernetze gibt es nun das noch nicht im offiziellen Release enthaltene Sabayon zum Verwalten von Benutzerprofilen.

Auf der Entwicklerseite baut GNOME 2.12 auf GTK+ 2.8 auf, das seinerseits die Grafikbibliothek Cairo 1.0 voraussetzt. GNOME unterstützt zahlreiche Standards, die im Rahmen der Zusammenarbeit mit FreeDesktop.org entstanden.

GNOME 2.12 ist in 43 Sprachen übersetzt, bei denen 80 bis 100 Prozent aller Texte übersetzt wurden, und erreicht damit den Großteil der Weltbevölkerung in ihrer Muttersprache. Neu hinzugekommen sind die Sprachen Galicisch, Estnisch, Indonesisch, Mazedonisch, Nepali, Slowakisch, Vietnamesisch, Thailändisch und Xhosa. Weitere Informationen enthalten die Veröffentlichungs-Notizen.

Wiederum bieten die Entwickler eine GNOME-Live-CD an, mit der man GNOME 2.12 gefahrlos ausprobieren kann, ohne es zu installieren. Das über 600 MB große Image der CD ist auf mehreren Servern zu finden und kann auch über BitTorrent heruntergeladen werden. Diese CD enthält eine Version von Ubuntu Linux und erfordert daher ein Booten des Computers, um GNOME in Aktion zu sehen.

GNOME 2.12 wird in Kürze in den neuesten Distributionen von SUSE, Ubuntu und anderen zu finden sein. Wer darauf nicht warten will, kann den Quellcode für die folgenden drei Untereinheiten auf dem GNOME-Server finden:

Plattform: http://ftp.gnome.org/pub/GNOME/platform/2.12/2.12.0/ (34 MB)

Desktop: http://ftp.gnome.org/pub/GNOME/desktop/2.12/2.12.0/ (111 MB)

Bindungen: http://ftp.gnome.org/pub/GNOME/bindings/2.12/2.12.0/ (14 MB)

Die angegebenen Größen stellen die Gesamtgröße aller zugehörigen Archive im tar.bz2-Format dar. Das ebenfalls verfügbare tar.gz-Format ist weniger stark komprimiert und benötigt etwas mehr Zeit zum Download.

Zum Compilieren des Quellcodes sollte man eines der Build-Skripte GARNOME oder jhbuild verwenden, die fast alle Schritte dafür automatisieren.

Weitere Informationen enthält die GNOME 2.12-Startseite.

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