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Do, 8. September 2005, 13:03

Software::Groupware

Erste Betaversion der Zimbra Collaboration Suite

Zimbra, eine junge Open-Source-Firma, die Scott Dietzen von seinem früheren Job als CTO von BEA Systems weglocken konnte, hat eine Betaversion ihrer Messaging-Software für Unternehmen veröffentlicht.

Diese Software soll eine freie Alternative zu anderen Messaging-Produkten für Unternehmen wie IBM Lotus Notes oder MS Exchange Server darstellen. Quellcode und Binärpakete (derzeit für Fedora Core 3 und Red Hat Enterprise Linux 4) sowie Dokumentation stehen zum freien Download bereit. Sowohl Quellcode- als auch Binärpakete sind rund 150 MB groß.

Die Zimbra Collaboration Suite, so ihr offizieller Name, enthält Email, Kontaktverwaltung und Kalender. Neben der Serversoftware ist auch ein AJAX (Asynchronous JavaScript and Extensible Markup Language)-Client zum Zugriff auf den Server enthalten. Vorhandene Clients wie MS Outlook und Apple Mail können ebenfalls verwendet werden. Zusätzlich sind auch weitere freie Softwarepakete integriert, darunter die Datenbank MySQL und die Indizierungs-Software Apache Lucene. Dies erklärt die Größe des Downloads.

AJAX ist eine relativ neue, aber im Aufwind befindliche Gruppe von Internet-Technologien, die das Web-Browsen dynamischer und schneller gestalten sollen. Die Verwendung dieser Technologien sollen es Zimbra ermöglichen, eine Groupware mit vollständigen Features zu entwickeln, die mit jedem Webbrowser genutzt werden kann. Andere Groupware-Produkte verfügen nur über eingeschränkt nutzbare Web-Clients, da sie für Client/Server-Systeme ausgelegt wurden.

Da die Zimbra Collaboration Suite frei ist, will das Unternehmen mit Support und anderen Dienstleistungen Geld verdienen. Schon in den nächsten Wochen soll das »Zimbra Network« gestartet werden, das entsprechende Angebote verfügbar machen wird.

Neben Zimbra gibt es weitere Firmen, die das Gebiet der Unternehmens-Messaging-Software mit freier Software beackern wollen. Im Februar hatte Novell das Hula-Projekt gestartet, das den freigegebenen Code des NetMail-Servers als Startkapital erhielt. Andere Organisationen, die sich entsprechend betätigen, sind Scalix und die Open Source Application Foundation von Lotus-Gründer Mitch Kapor.

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