VHS war das bessere System - es erfüllte die Anforderungen des Marktes! Video2000 hatte bestimmt das bessere Bild, aber war eben auch viel teurer. Für Linux heißt das, es müßte ein Standard geben, ein GUI, eine API - die über Jahre hinweg stabil ist, damit professionelle Anbieter dafür ihre Software schreiben können, ohne ständig ihre Anwendung der aktuellen Version anpassen zu müssen. MS bietet das, Linux will nur ein Kernel sein und für alles gut (Desktop und Server). Das ist toll für Hobby- und Profi-'Bastler', aber für ne Firma, die einfach nur ein paar PC braucht, um damit zu arbeiten, ist das nicht lukrativ. Und auch für Anbieter von Software ist das nicht lukrativ - soll ich nun für Gnome oder KDE ein GUI entwickeln oder für beides oder gleich in Java... Vielfalt kann eben auch der Tod sein, das hat MS schon vor Jahren erkannt.
> für Linux heißt das, es müßte ein Standard geben, ein GUI, eine API - die über Jahre hinweg stabil ist, damit professionelle Anbieter dafür ihre Software schreiben können, ohne ständig ihre Anwendung der aktuellen Version anpassen zu müssen.
Also auf meinem FC4 läuft auch der uralt-Netscape 4.77 noch wunderbar.
nixname schrieb: "VHS war das bessere System - es erfüllte die Anforderungen des Marktes!"
Das ist falsch; in Gegenwart von externen Effekten funktioniert der (freie) Markt einfach nicht! Man könnte sagen, eine seiner Vorraussetzungen -- Entscheidungen anderer Marktteilnehmer beeinflussen die eigene Entscheidung nicht -- verletzt wird.
Um im Beispiel zu bleiben: Niemand wird je wissen, ob die Mehrzahl der Konsumenten nicht bereit gewesen wäre, den höheren Preis für die bessere Qualität zu bezahlen. Sie konnten sich nicht unabhängig voneinander entscheiden, weil die Inhalte nicht für alle Systeme gleichermaßen zur Verfügung standen.
Deinem etwas wackeligem Schluß schließe ich mich aber an: Die gegenwärtige Unsicherheit bezüglich des dominierenden Desktopsystems hält die Verbreitung von Linux auf. Ob das gut oder schlecht ist, muß wohl jeder für sich selbst beurteilen.
Darüber hinaus stellt sich natürlich auch die Frage, was mit dem Preis passiert wäre, wenn das andere Format zum Massenprodukt geworden wäre?
Ganz abgesehen davon, denke ich macht man es sich zu einfach, wenn man alles nur von Marktanteilen, Unternehmenszahlen, Umsatz, Gewinn,... aus betrachtet, wie es hier in anderen Beiträgen bereits gesagt wurde. Es gibt auch Sachen die nicht den optimalen Gewinn zulassen und trotzdem für die Gesellschaft wichtig sind. Als Beispiel könnte man den Umweltschutz nennen, klar wäre es für die eine oder andere Firma "besser" wenn sie ihre (Chemie-)Abfälle einfach in den nächsten Fluß kippen könnten. Das würde einiges an Aufwand/Kosten sparen und den "Unternehmenszahlen" zu gute kommen. Trotzdem hat die Gesellschaft ein Interesse daran, dass dies nicht passiert. Damit will ich nur sagen, dass auch im Kapitalismus nicht alles auf max. Gewinn und die besten Unternehmenszahlen ausgelegt sein sollte bzw. es auch nicht ist.
Von theBohemian am Mo, 12. September 2005 um 16:26 #
> und von innen zersetzen? In der Tat glaube ich, dass MS nur auf diesen Wege zu retten ist. Allerdings ist "unterwandern" ein unschönes Wort. Wenn mehr Leute die Idee um F/OSS gut finden, wird sich das Unternehmen einfach an den neuen Wind anpassen müssen.
Genau, der langen Marsch durch die Institutionen. Es gäbe da noch eine andere Möglichkeit als durch MS zu marschieren, nämlich die klassische Idee, die Politik zu durchwandern. Ist vermutlich sogar eine viel stärkere Ausgangsposition als Linux-Bundeskanzler oder zumindest Innenminister, gegenüber der eines Software-Chief-Engineers bei MS. Gibt es immer noch keine Linux-Partei? Eine noch bessere Idee als eine Neugründung (weniger Aufwand, vorhandene Infrastrukturen, ...) wäre aber eine schon etwas marode Partei zu "kapern", sie komplett mit neuen Leuten zu durchsetzen und das Wahlprogramm gründlich zu erneuern. Ich habe da auch schon eine Partei im Visier: In FDP ist das Wort "frei" doch schon mit drin?! Keine herausragenden Persönlichkeiten, kein umwerfendes Programm, keine Ideen, überaltert, keine Wähler, aber bekannt. Mit anderen Worten perfekt. Ich würde mich umgehend als Direktkandidat für meinen Wahlkreis zur Verfügung stellen. Neben freier Software kann noch man noch vieles anderes Gute für das deutsche Volk tun. OpenSource-Anhänger sind wahrscheinlich sehr viel idealistischer und weit weniger empfänglich für Korruption und schlechte Kompromisse. Wie hoch ist denn der Prozentsatz deutscher Linuxnutzer an der wahlberechtigten Bevölkerung? Na ja, wir werden mit einem guten Programm auch noch andere Wähler begeistern können und die Protestwähler müssten auch nicht mehr ins (linke/rechte) Extreme abschweifen. Man darf es mit dem OpenSource-"Wahn" natürlich auch nicht übertreiben
> Ist vermutlich sogar eine viel stärkere Ausgangsposition als Linux-Bundeskanzler oder zumindest Innenminister, gegenüber der eines Software-Chief-Engineers bei MS.
Sicher? Als Kanzler(in?) oder Minister bist Du an Verfassungen, Gesetze, Verträge, Satzungen, internationale Vereinbarungen, Geschäftsordnungen, Rechtsvorschriften, allgemeine und spezielle Verfahrensreglen, das Parlament und - natürlich - an die Bibel... ähm das Parteibuch gebunden. In der Firma heisst es nur: >>Da ist der Feind. Ihr kennt den Auftrag. Weggetreten!<<
Sicher ist deine Variante effektiver, aber erstens schlägt man damit nur einen "Feind", und zweitens halte ich es für unendlich viel unwahrscheinlicher bei MS in eine Position zu kommen, in der man sagen kann "Wir machen jetzt nur noch OpenSource", als verantwortlicher Staatsminister, Bundesminister oder EU-Kommissar zu werden.
Von theBohemian am Di, 13. September 2005 um 03:01 #
Wirklich witzige Idee, aber die FDP sollte schon einmal unterwandert werden (von Studenten), hat aber nicht geklappt. Ähh habe ich mal gehört.
Aber mal Spass beiseite: An der FDP zeigt sich eigentlich wie überparteilich genial F/OSS ist.
Linke: Empfehlen F/OSS, weil sie sich an Gemeinschaftsarbeit erinnert fühlen. Grüne: Empfehlen F/OSS, weil dadurch die Macht der Konzerne eingedämmt wird. Liberale: (Sollten) für F/OSS sein, weil es ihre Idee des freien Marktes am besten vertritt.
Alle anderen können mit freier Software zumindest Haushaltslöcher stopfen, verhindern das neue entstehen und dafür sorgen das etliche in dem Bereich Arbeit finden (Selbstständig und angestellt).
da hast du recht. Eine GNU/Linux oder Freie Software Partei wird eh nicht kommen. Wenn man es aber trotzdem mal sachlich durchdenken will, halte ich nichts davon. Freie Software ist ein generelles Thema und sollte für alle Parteien wichtig sein bzw. bietet für alle politische Ansichten Vorteile.
Eine Partei die sich "nur" darum kümmert, würde nur dazu führen, dass die anderen Parteien aus Prinzip dagegen sind. Wenn man also politisch was in Richtung Freie Software bewegen will würde ich eine Arbeit ausserhalb einer Partei und damit parteiübergreifend empfehlen (z.B. FSFE) oder in der Partei mit der man ansonsten am meiste politische Übereinstimmen kann. Die Herausforderungen des "Informationszeitalter" stellt uns _alle_ vor wichtige Fragen und ist kein nischen Thema für eine (kleine) Partei, dass wäre nur kontra produktiv.
> In der Tat glaube ich, dass MS nur auf diesen Wege zu retten ist.
Ich glaube, dass MS angesichts hervorragender Unternehmenszahlen, die eine unmissverständlich deutliche Sprache sprechen, keiner Rettung bedarf.
Und erst recht keiner Rettung durch solche, die selbst erstmal einen ganzen Berg von Hausaufgaben zu erledigen haben.
> Wenn mehr Leute die Idee um F/OSS gut finden, wird sich > das Unternehmen einfach an den neuen Wind anpassen müssen.
Richtig - Angebot und Nachfrage werden zu einem Gleichgewicht führen. Im Moment führt dieses Gleichgewicht zu Unternehmenszahlen, die eine unmissverständlich deutliche Sprache sprechen.
Eier mit Hirsekuchenvergleich? Gute Unternehmenszahlen sprechen bei einem konstanten Marktvolumen von steigenden Marktanteilen, bei einem stetig wachsenden Marktvolumen kann es aber auch sein, daß die Unternehmenszahlen hervorragend aussehen, aber der Marktanteil trotzdem dahinschmilzt.
Nicht, daß das so unbedingt heute gerade der Fall sein muß, aber angesichts der aufstrebenden gewaltigen Märkte in China und Indien und Brasilien, also in Bereichen wo neu "konstruiert" wird und eben nicht migriert werden muß, da geht Microsoft mit seinem Angebot zunehmend leer aus. Das verkrüppelte XP will keiner, es wird durch Schwarzmarktvollversionen ersetzt (ebenso wie die vorinstallierten Alibi-Linuxe). In Chinas Bürokratie kommt in den nächsten Jahren massiv Linux zum Einsatz, schon allein weil man dem ehemaligen (und immer noch?) Klassenfeind soweit traut, wie ich eine Cray werfen kann. Der Gesamtkuchen wird also gerade umverteilt und das geht zu Lasten von Microsoft, auch im Serverbereich in dem Linux immer noch doppelt so schnell wächst wie MS.
Zwar hat MS eine ziemlich gewaltige Kriegskasse, aber die hilft im Grunde nichts, wenn sich die Leute entschließen, unabhängig von einem Hersteller zu werden. Denn das ist die Perspektive: es gibt eine Alternative, man muß sich von MS nicht mehr alles "bieten lassen" und auch nicht mehr alles anbieten lassen. Diese "Wechselstimmung" ist auch bei MS angekommen und hat den Umgangston ja auch entschieden geändert. Es wird nicht mehr polemisiert, sondern es werden auf Teufel komm raus Studien zitiert (oder auch nur halbzitiert) um mit ARGUMENTEN zu arbeiten. Was hinter den Kulissen an Marktschlachten und Patentschlachten vorbereitet wird ...
Abschließend möchte ich noch jedem raten nicht allene die Unternehmenszahlen zu betrachten, zumindest nicht dann, wenn man die aller anderen Softwarehersteller nicht im Vergleich hat und das Ganze in den Kontext des veränderlichen Marktvolumens setzt, denn es gibt durchaus Fälle in denen eine Firma mit schwarzen Zahlen wunderbar aufgekauft und geschluckt wird. Eine Erfolgsstory? Da es aber eh keine Linux AG gibt (mit Linux == alle Linuxrelated Firmen) kann man also hier ohnehin nix aussagen. Und ein immernoch-Quasi Monopolist der keine schwarzen Zahlen schreibt wäre ziemlich merkwürdig.
Von theBohemian am Di, 13. September 2005 um 03:40 #
Du G.W. ich habe die Berichte von Microsofts überdimensionalen Einkünften auch gelesen. Aber weiste was?
Ich bin so ein Nutzer freier Software. Bei meinem Betriebssystem (also die GNU/Linux Distribution) ist es so, dass ich jeden Tag updaten kann, weil wieder eine neue stabilere bessere Version von irgendeiner Software für mein System rausgekommen ist. Was ich sagen will ist: Die Anzahl freier Software die täglich aktualisiert, gewartet und weiter entwickelt ist enorm. Ich glaube sie ist größer als das was Microsoft leistet.
Und nun denke ich noch, dass heute nur ein verschwindend Teil der Weltbevölkerung Programmierer in der F/OSS Szene sind. Dies wird sich IMHO in den nächsten Jahren zum Positiven ändern, es wird also mehr F/OSS Entwickler geben ("Schuld" daran sind auch so schöne Projekte wie Wikipedia und Creative Commons. *kleines Dankeschön nebenbei bemerkt*).
Kurzum die Menge, Güte und Funktionsvielfalt von freier und quelloffener Software wird IMHO in den nächsten 20 Jahren enorm zunehmen.
Und irgendwann wird das eintreffen, was wir uns im GNU Projekt aufs Banner geschrieben haben: Unfreie Software wird obsolet.
Zu gerne würde ich einmal etwas über die Entwicklung und Auswirkungen aller durch den freien Zugang zu Wissen motivierten Communities lesen, da ich keine Zeit habe es selber zu recherchieren.
Und nochmal @G.W.: Das oben gepostete ist meine private Meinung die du nicht teilen brauchst und für die ich von dir keinen Spot/Hohn/Geflame lesen möchte. Außerdem kannst du so Andeutungen wie "das ist ein immer wieder gennanter irriger Gedanke bestimmer Communities" (irgendein Kommentar hier) stecken lassen. Das Wie und Warum von GNU kann jeder auf deren Heimatseiten nachlesen.
Und nun noch etwas zum Topic: Es gibt auch eine Meinung bezüglich Microsoft vom GNU Projekt. Wer sie nicht kennt, und GNU/Linux vorrangig als ein gegen MS gerichtetes Werkzeug betrachtet hat, wird sich wundern, ist dafür aber IMHO um eine interessante Idee reicher.
Warum hat sich Microsoft entschuldigt, nur weil sie einer Person einen Job angeboten haben und diese dann auch noch sarkastisch reagiert? Übrigens halte ich es nicht für unmöglich, dass Linus Torvalds für MS arbeiten könnte, genauso wie der neue Papst für eine Satanistengruppe. XD
Von Staubsauger am Mo, 12. September 2005 um 21:34 #
Microsoft hat schon viele Leute gefragt, ob sie nicht für sie arbeiten wollen.
Die Anderen hatten es nur nicht nötig, sich so pubertär zu produzieren. Wenn ein 13 Jähriger sich so benähme, wäre es ja irgendwie noch verzeihlich: "Wenn ich auf Microsofts Grab pisse hoffe ich Du wirst keine Spritzer abbekommen" -- unglaublich. Und der Typ will ernst genommen werden?
Erinnert einen an die Darmspiegelung von Stahnke, das Dschungelcamp abgehalfterter Prominenter.
Von Waldgeist am Di, 13. September 2005 um 00:26 #
Hi
Eric S. Raymond hat schon was von einem cholerischen Kleinkind das ist wohl war... Er mag schon brauchbares Zeuch programmiert haben, aber ich finde es bissel albern wie wichtig er seine Gedankenäußerungen nimmt.. und seine Person im ganzen.. es gibt einen Haufen Leute die inzwischen nen Haufen mehr geleistet haben als er und deren Worte werden nicht so auf die Goldwaage gelegt ( Und vor allem nehmen sie sich nicht so wichtig wie er ).
Zitat: "Einen Fauxpas der seltsamen Sorte hat sich Microsoft geleistet. Auf der Suche nach »world class engineers« meldete sich ein Headhunter des Unternehmens ausgerechnet bei Eric S. Raymond (ESR)"
*grins* Da ist was Wahres dran! Ein "world class engineer" ist dieser Möchtegern-Hacker bestimmt nicht.
Glaube kaum, dass dich mich umkehren können ... hä hä hä.
Nein.
> und von innen zersetzen?
Auch das nicht.
Ich hätte allerdings einen Alternativvorschlag: Wie wäre es mit dem konventionellen Weg über Produkte, die rundum einfach besser sind?
Dieser wenig pazifistische Gedanke überrascht mich übrigens. Mit sowas hatte ich eigentlich eher weniger gerechnet.
Also auf meinem FC4 läuft auch der uralt-Netscape 4.77 noch wunderbar.
Das ist falsch; in Gegenwart von externen Effekten funktioniert der (freie) Markt einfach nicht! Man könnte sagen, eine seiner Vorraussetzungen -- Entscheidungen anderer Marktteilnehmer beeinflussen die eigene Entscheidung nicht -- verletzt wird.
Um im Beispiel zu bleiben: Niemand wird je wissen, ob die Mehrzahl der Konsumenten nicht bereit gewesen wäre, den höheren Preis für die bessere Qualität zu bezahlen. Sie konnten sich nicht unabhängig voneinander entscheiden, weil die Inhalte nicht für alle Systeme gleichermaßen zur Verfügung standen.
Deinem etwas wackeligem Schluß schließe ich mich aber an: Die gegenwärtige Unsicherheit bezüglich des dominierenden Desktopsystems hält die Verbreitung von Linux auf. Ob das gut oder schlecht ist, muß wohl jeder für sich selbst beurteilen.
Ganz abgesehen davon, denke ich macht man es sich zu einfach, wenn man alles nur von Marktanteilen, Unternehmenszahlen, Umsatz, Gewinn,... aus betrachtet, wie es hier in anderen Beiträgen bereits gesagt wurde. Es gibt auch Sachen die nicht den optimalen Gewinn zulassen und trotzdem für die Gesellschaft wichtig sind. Als Beispiel könnte man den Umweltschutz nennen, klar wäre es für die eine oder andere Firma "besser" wenn sie ihre (Chemie-)Abfälle einfach in den nächsten Fluß kippen könnten. Das würde einiges an Aufwand/Kosten sparen und den "Unternehmenszahlen" zu gute kommen. Trotzdem hat die Gesellschaft ein Interesse daran, dass dies nicht passiert. Damit will ich nur sagen, dass auch im Kapitalismus nicht alles auf max. Gewinn und die besten Unternehmenszahlen ausgelegt sein sollte bzw. es auch nicht ist.
/ajk
In der Tat glaube ich, dass MS nur auf diesen Wege zu retten ist. Allerdings ist "unterwandern" ein unschönes Wort. Wenn mehr Leute die Idee um F/OSS gut finden, wird sich das Unternehmen einfach an den neuen Wind anpassen müssen.
Gibt es immer noch keine Linux-Partei? Eine noch bessere Idee als eine Neugründung (weniger Aufwand, vorhandene Infrastrukturen, ...) wäre aber eine schon etwas marode Partei zu "kapern", sie komplett mit neuen Leuten zu durchsetzen und das Wahlprogramm gründlich zu erneuern.
Ich habe da auch schon eine Partei im Visier: In FDP ist das Wort "frei" doch schon mit drin?! Keine herausragenden Persönlichkeiten, kein umwerfendes Programm, keine Ideen, überaltert, keine Wähler, aber bekannt. Mit anderen Worten perfekt. Ich würde mich umgehend als Direktkandidat für meinen Wahlkreis zur Verfügung stellen.
Neben freier Software kann noch man noch vieles anderes Gute für das deutsche Volk tun. OpenSource-Anhänger sind wahrscheinlich sehr viel idealistischer und weit weniger empfänglich für Korruption und schlechte Kompromisse.
Wie hoch ist denn der Prozentsatz deutscher Linuxnutzer an der wahlberechtigten Bevölkerung? Na ja, wir werden mit einem guten Programm auch noch andere Wähler begeistern können und die Protestwähler müssten auch nicht mehr ins (linke/rechte) Extreme abschweifen. Man darf es mit dem OpenSource-"Wahn" natürlich auch nicht übertreiben
Na, ich freu mich schon
Jack
Sicher? Als Kanzler(in?) oder Minister bist Du an Verfassungen, Gesetze, Verträge, Satzungen, internationale Vereinbarungen, Geschäftsordnungen, Rechtsvorschriften, allgemeine und spezielle Verfahrensreglen, das Parlament und - natürlich - an die Bibel... ähm das Parteibuch gebunden.
In der Firma heisst es nur: >>Da ist der Feind. Ihr kennt den Auftrag. Weggetreten!<<
Was ist effektiver?
Aber mal Spass beiseite: An der FDP zeigt sich eigentlich wie überparteilich genial F/OSS ist.
Linke: Empfehlen F/OSS, weil sie sich an Gemeinschaftsarbeit erinnert fühlen.
Grüne: Empfehlen F/OSS, weil dadurch die Macht der Konzerne eingedämmt wird.
Liberale: (Sollten) für F/OSS sein, weil es ihre Idee des freien Marktes am besten vertritt.
Alle anderen können mit freier Software zumindest Haushaltslöcher stopfen, verhindern das neue entstehen und dafür sorgen das etliche in dem Bereich Arbeit finden (Selbstständig und angestellt).
Aber naja ... Träumzeit Ende würde ich mal sagen.
Eine Partei die sich "nur" darum kümmert, würde nur dazu führen, dass die anderen Parteien aus Prinzip dagegen sind. Wenn man also politisch was in Richtung Freie Software bewegen will würde ich eine Arbeit ausserhalb einer Partei und damit parteiübergreifend empfehlen (z.B. FSFE) oder in der Partei mit der man ansonsten am meiste politische Übereinstimmen kann. Die Herausforderungen des "Informationszeitalter" stellt uns _alle_ vor wichtige Fragen und ist kein nischen Thema für eine (kleine) Partei, dass wäre nur kontra produktiv.
Ich glaube, dass MS angesichts hervorragender Unternehmenszahlen, die eine unmissverständlich deutliche Sprache sprechen, keiner Rettung bedarf.
Und erst recht keiner Rettung durch solche, die selbst erstmal einen ganzen Berg von Hausaufgaben zu erledigen haben.
> Wenn mehr Leute die Idee um F/OSS gut finden, wird sich
> das Unternehmen einfach an den neuen Wind anpassen müssen.
Richtig - Angebot und Nachfrage werden zu einem Gleichgewicht führen. Im Moment führt dieses Gleichgewicht zu Unternehmenszahlen, die eine unmissverständlich deutliche Sprache sprechen.
Nicht, daß das so unbedingt heute gerade der Fall sein muß, aber angesichts der aufstrebenden gewaltigen Märkte in China und Indien und Brasilien, also in Bereichen wo neu "konstruiert" wird und eben nicht migriert werden muß, da geht Microsoft mit seinem Angebot zunehmend leer aus. Das verkrüppelte XP will keiner, es wird durch Schwarzmarktvollversionen ersetzt (ebenso wie die vorinstallierten Alibi-Linuxe). In Chinas Bürokratie kommt in den nächsten Jahren massiv Linux zum Einsatz, schon allein weil man dem ehemaligen (und immer noch?) Klassenfeind soweit traut, wie ich eine Cray werfen kann. Der Gesamtkuchen wird also gerade umverteilt und das geht zu Lasten von Microsoft, auch im Serverbereich in dem Linux immer noch doppelt so schnell wächst wie MS.
Zwar hat MS eine ziemlich gewaltige Kriegskasse, aber die hilft im Grunde nichts, wenn sich die Leute entschließen, unabhängig von einem Hersteller zu werden. Denn das ist die Perspektive: es gibt eine Alternative, man muß sich von MS nicht mehr alles "bieten lassen" und auch nicht mehr alles anbieten lassen. Diese "Wechselstimmung" ist auch bei MS angekommen und hat den Umgangston ja auch entschieden geändert. Es wird nicht mehr polemisiert, sondern es werden auf Teufel komm raus Studien zitiert (oder auch nur halbzitiert) um mit ARGUMENTEN zu arbeiten. Was hinter den Kulissen an Marktschlachten und Patentschlachten vorbereitet wird ...
Abschließend möchte ich noch jedem raten nicht allene die Unternehmenszahlen zu betrachten, zumindest nicht dann, wenn man die aller anderen Softwarehersteller nicht im Vergleich hat und das Ganze in den Kontext des veränderlichen Marktvolumens setzt, denn es gibt durchaus Fälle in denen eine Firma mit schwarzen Zahlen wunderbar aufgekauft und geschluckt wird. Eine Erfolgsstory? Da es aber eh keine Linux AG gibt (mit Linux == alle Linuxrelated Firmen) kann man also hier ohnehin nix aussagen. Und ein immernoch-Quasi Monopolist der keine schwarzen Zahlen schreibt wäre ziemlich merkwürdig.
.
Ich bin so ein Nutzer freier Software. Bei meinem Betriebssystem (also die GNU/Linux Distribution) ist es so, dass ich jeden Tag updaten kann, weil wieder eine neue stabilere bessere Version von irgendeiner Software für mein System rausgekommen ist. Was ich sagen will ist: Die Anzahl freier Software die täglich aktualisiert, gewartet und weiter entwickelt ist enorm. Ich glaube sie ist größer als das was Microsoft leistet.
Und nun denke ich noch, dass heute nur ein verschwindend Teil der Weltbevölkerung Programmierer in der F/OSS Szene sind. Dies wird sich IMHO in den nächsten Jahren zum Positiven ändern, es wird also mehr F/OSS Entwickler geben ("Schuld" daran sind auch so schöne Projekte wie Wikipedia und Creative Commons. *kleines Dankeschön nebenbei bemerkt*).
Kurzum die Menge, Güte und Funktionsvielfalt von freier und quelloffener Software wird IMHO in den nächsten 20 Jahren enorm zunehmen.
Und irgendwann wird das eintreffen, was wir uns im GNU Projekt aufs Banner geschrieben haben: Unfreie Software wird obsolet.
Zu gerne würde ich einmal etwas über die Entwicklung und Auswirkungen aller durch den freien Zugang zu Wissen motivierten Communities lesen, da ich keine Zeit habe es selber zu recherchieren.
Und nochmal @G.W.: Das oben gepostete ist meine private Meinung die du nicht teilen brauchst und für die ich von dir keinen Spot/Hohn/Geflame lesen möchte. Außerdem kannst du so Andeutungen wie "das ist ein immer wieder gennanter irriger Gedanke bestimmer Communities" (irgendein Kommentar hier) stecken lassen. Das Wie und Warum von GNU kann jeder auf deren Heimatseiten nachlesen.
Und nun noch etwas zum Topic: Es gibt auch eine Meinung bezüglich Microsoft vom GNU Projekt. Wer sie nicht kennt, und GNU/Linux vorrangig als ein gegen MS gerichtetes Werkzeug betrachtet hat, wird sich wundern, ist dafür aber IMHO um eine interessante Idee reicher.
meinen Respect an Eric Raymond,
er läßt sich nicht kaufen.
Gruß, Fusselbär
Übrigens halte ich es nicht für unmöglich, dass Linus Torvalds für MS arbeiten könnte, genauso wie der neue Papst für eine Satanistengruppe. XD
Microsoft hat schon viele Leute gefragt, ob sie nicht für sie arbeiten wollen.
Die Anderen hatten es nur nicht nötig, sich so pubertär zu produzieren. Wenn ein 13 Jähriger sich so benähme, wäre es ja irgendwie noch verzeihlich: "Wenn ich auf Microsofts Grab pisse hoffe ich Du wirst keine Spritzer abbekommen" -- unglaublich. Und der Typ will ernst genommen werden?
Erinnert einen an die Darmspiegelung von Stahnke, das Dschungelcamp abgehalfterter Prominenter.
Aber natürlich: Everybody Loves Eric Raymond.
http://geekz.co.uk/lovesraymond/archive/letters-of-support
Eric S. Raymond hat schon was von einem cholerischen Kleinkind das ist wohl war...
Er mag schon brauchbares Zeuch programmiert haben, aber ich finde es bissel albern wie wichtig er seine Gedankenäußerungen nimmt.. und seine Person im ganzen.. es gibt einen Haufen Leute die inzwischen nen Haufen mehr geleistet haben als er und deren Worte werden nicht so auf die Goldwaage gelegt ( Und vor allem nehmen sie sich nicht so wichtig wie er ).
Naja... Hochmut kommt vor dem Fall
Gruß
Waldgeist
Was hätte er denn dann tun sollen bei ms?
*grins* Da ist was Wahres dran! Ein "world class engineer" ist dieser Möchtegern-Hacker bestimmt nicht.