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Mo, 19. September 2005, 21:14

Gemeinschaft

LSB 3.0 fertiggestellt

Die Free Standards Group und ihre Arbeitsgruppe LSB haben die Version 3.0 der Linux Standard Base vorgestellt.

Die Linux Standard Base soll für mehr Interoperabilität zwischen verschiedenen Linux-Distributionen sorgen. Anwendungen, die LSB-konform sind, sollen ohne Neucompilierung auf allen LSB-konformen Distributionen laufen. Viele wichtige Distributionen, darunter Red Hat, Novell, die Debian Common Core Alliance and Asianux werden die neuesten Versionen ihrer Systeme für die LSB zertifizieren, die meisten haben dies schon für frühere Versionen mit älteren Versionen der LSB getan.

Die LSB wird von ihren Entwicklern und vielen Softwareherstellern als unabdingbar für den fortgesetzten Erfolg von Linux gesehen. Ohne einen solchen Standard wäre die Fragmentierung von Linux zu groß und die Kosten für Softwarehersteller zu hoch, mehrere Linux-Systeme gleichzeitig zu unterstützen. Die LSB führt also dazu, daß es mehr proprietäre Software für Linux gibt. Sie erleichtert auch freien Softwareprojekten die Arbeit.

Die Free Standards Group hat auch bekannt gegeben, daß Computer Associates (CA) nun Mitglied der Organisation ist. CA reiht sich zu zahlreichen anderen prominenten Industrievertretern ein, die dieses Jahr schon beigetreten sind: akBone, Covalent Technologies, Fortify, Hyperic, Levanta, Lymeware, Open Country, UGS, Veritas und andere).

Die Linux Standard Base 3.0 bezieht sich auf sieben Prozessorarchitekturen, also nicht alle, auf denen Linux läuft: IA32, IA64, PPC32, PPC64, S390, S390X und X86_64. Neben Spezifikationen gehören zu ihr auch Bibliotheken, Testsuites zum Testen der Interoperabilität, Entwicklungsumgebungen, Beispielimplementierungen und Dokumentation für Entwickler. Die Spezifikation ist aufgeteilt in die Module Kern (mit ELF-Spezifikation, APIs und Paketverwaltungs-Spezifikation), C++ und Grafik.

Laut Release Notes sind die technischen Unterschiede zu den Vorgängern LSB 2.0 bzw. 2.1 gering. Das C++-ABI wurde nochmals aktualisiert und entspricht nun dem, was GCC 3.3.4 und neuer (auch GCC 4) produzieren. Dies hat zur Folge, daß die C++-Bibliothek libstdc++.so.6 zu den erforderlichen Komponenten gehört. Sie kann problemlos mit älteren Versionen koexistieren. Einige »nicht empfohlene« Schnittstellen wurden entfernt und dafür einige Erweiterungen aufgenommen, darunter eine Bibliothek (librt), zwei X11-Erweiterungen (Xevi und X Input), einige Kommandos der Shell (cd, getopts, read, umask und wait) und einige eigenständige Kommandos (ed, logger, lp, mailx und pax). Die Kommandos wurden in erster Linie für POSIX-Konformität hinzugefügt, so daß LSB 3.0-Systeme auch die POSIX-Anforderungen erfüllen.

Die LSB 3.0 steht in den Formaten HTML, RTF und Text zum Online-Ansehen und Download zur Verfügung.

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