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Do, 22. September 2005, 12:21

Offizielles Ende des Summer of Code

Google und alle unterstützenden freien Projekte haben den Summer of Code offiziell für beendet erklärt und blicken trotz einiger kritischer Punkte zufrieden zurück.
Von ThomasS

Der Suchmaschinen-Hersteller Google hatte den Summer of Code ausgerufen, um angehende Hacker aus dem studentischen Umfeld für die Welt freier Software (FOSS) zu interessieren. Im Rückblick auf die zurückliegenden aufregenden Wochen des Wettbewerbs ziehen sowohl Google als auch die als Mentoren beteiligten freien Projekte eine zufriedenstellende Bilanz. Chris DiBona, Manager der Open-Source-Abteilung bei Google, sieht die Ziele des Wettbewerbs erreicht. Ursprüngliches Ziel des Summer of Code ist nach seinen Worten unter anderem das Einreißen von Barrieren zwischen etablierten freien Projekten und neuen Programmierern gewesen, die neuen Elan in die etablierten FOSS-Projekte bringen sollten. Obwohl der Wettbewerb für ursprünglich 200 Studenten konzipiert gewesen ist, akzeptierte Google auf Grund der unerwartet großen Nachfrage letztlich die doppelte Anzahl von Projekten.

Die bisherigen Ergebnisse können sich nach Ansicht aller Beteiligten sehen lassen. Insgesamt sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt etwa 88% aller akzeptierten Einsendungen abgeschlossen. Eine umfassende Bewertung der Abschlußquote erweist sich allerdings als schwierig, da einige ausstehende Projekte noch über die offiziele Deadline hinaus weiter laufen. Insgesamt, so Chris DiBona, wurden 8744 Programme eingereicht und 400 Projekte akzeptiert. Zu den freien Projekten, die direkt von den Resultaten des Summer of Code profitierten, gehören die Apache-Stiftung mit 38, das KDE-Projekt mit 24 und das FreeBSD-Projekt mit 20 Einsendungen. Neben den größeren profitierten auch speziellere Projekte wie Samba, WINE und Mambo mit jeweils 6 Beiträgen von den Ergebnissen des Wettbewerbs. Zu den weiteren Nutznießern gehört das GNOME-Projekt, für das drei Projekte zur Verbesserung der Startzeit, zur Verbesserung der Dokumentations-Revisionskontrolle in Nautilus und eine verbesserte Unterstützung von verschlüsselten Ordnern akzeptiert wurden. Die Einsendungen für das Mozilla-Projekt bezogen sich unter anderem auf eine bessere Unterstützung für verschiedene Sprachen des asiatischen Pazifikraumes und eine BitTorrent-Unterstützung für Mozilla Firefox. Weitere Einsendungen für das Ubuntu-Projekt konzentrierten sich auf Erweiterungen des GNOME-Panels, die Dateisuche und neue grafische Konfigurationswerkzeuge.

Zu Beginn des Wettbewerbs äußerte man sich insbesondere beim GNOME- und dem Ubuntu-Projekt eher skeptisch, denn konkrete Ergebnisse erwartete man vom Summer of Code nicht. Nach Abschluß sehen die Vertreter dieser Projekte jedoch, trotz Schwächen im Auswahlverfahren und Schwierigkeiten beim Auszahlungsverfahren, dass die eingereichten Ergebnisse durchaus als »revolutionär« und die tatsächlichen Erfahrungen als positiv bewertet werden können. Gegenwärtig holt sich Google von den beteiligten Studenten und ihren Mentoren Rückmeldung, um die aufgetretenden Schwierigkeiten bei einer möglichen Wiederholung des Wettbewerbs vermeiden zu können. Die Entscheidung für eine Neuauflage des Summers of Code ist allerdings noch nicht gefallen, ein Grund dafür mag die erforderliche Summe von 2 Mio. US-Dollar zur Durchführung des Wettbewerbs sein.

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