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Di, 27. September 2005, 12:12

Gemeinschaft::Konferenzen

Open-Source-Gesetz passiert den peruanischen Kongress

Der peruanische Kongress, das Parlament des Staates, hat das lange geplante Gesetz, das freier Software in Behörden den Vorzug gibt, angenommen.

Es ist bereits über drei Jahre her, daß das Gesetz in die Wege geleitet wurde. Auf die damaligen Proteste von Microsoft, die sich von dem jüngsten FUD nur marginal unterscheiden, hatte der Abgeordnete David Villanueva Nuñez, ein starker Befürworter des Gesetzes, mit einem lesenswerten und viel beachteten Brief geantwortet. Auch die Asociación Peruana de Software Libre (freie Software-Assoziation von Peru) hatte sich für den Entwurf eingesetzt.

Peru sieht freie Software als ein »ideales Instrument, um sicherzustellen, daß die Daten des Staates dauerhaft erhalten bleiben«. Die Verfassung schreibt vor, daß Bürger jederzeit zu vernünftigen Kosten Zugang zu diesen Daten haben. Auch die Sicherheit der Daten und Systeme spielt eine große Rolle. Die Regierung sieht durchaus auch die Kosten, die eine Umstellung auf freie Software mit sich bringt. Dies seien aber Kosten, die nur einmal aufzubringen sind, sich also bald amortisieren.

Das Gesetz verlangt im Einzelnen: Keine staatliche Organisation darf Hardware anschaffen, auf der nur freie oder nur proprietäre Software lauffähig ist. Proprietäre Software ist keinesfalls ausgeschlossen, jedoch dürfen Lizenzen proprietärer Software nur nach eingehender Prüfung angeschafft werden, die eine vergleichende Analyse der auf dem Markt befindlichen Software und eine Aufstellung von Kosten und Nutzen für die gesamte Einsatzzeit der Software einschließt. Schulungen sollen technologieneutral gehalten werden.

Eine englische Übersetzung des Gesetzes steht auf den Seiten von OSI zur Verfügung.

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