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Mi, 5. Oktober 2005, 13:35

Software::Distributionen::Canonical

Mark Shuttleworths FAQ zu Ubuntu

Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth beantwortet auf seiner neu erstellten Infoseite die wichtigsten Fragen über Ubuntu.

Seit Ubuntu vor einem Jahr auf den Plan getreten ist (die dritte Auflage der Linux-Distribution wird noch in diesem Monat erscheinen), werden dem Multimillionär Shuttleworth immer wieder die gleichen Fragen gestellt. Zum Beispiel die Frage nach dem Warum. Weil er die Zukunft in Open Source sehe, antwortet Shuttleworth. Er habe stark von Open Source profitiert und wolle der Open-Source-Gemeinschaft etwas zurückgeben. Auch will er den Ubuntu-Fehler Nr. 1 lösen, den Fehler, daß Microsoft den größten Marktanteil besitzt.

Shuttleworth, der seine Millionen mit der Sicherheitsfirma Thawte verdient hat, bekräftigt, daß Ubuntu immer frei bleiben wird. Zwar wird die Firma Canonical auch kommerzielle Dienstleistungen zu Ubuntu anbieten, doch wird es keinen Unterschied zwischen dem freien und einem »Unternehmens-Ubuntu« geben. Er hofft, daß Canonical sich selbst bald tragen wird, da die Nachfrage nach den Dienstleistungen (Anpassung der Distribution und Support von Netzwerk-Betreuung und Migrationen) zunehme. Von Canonical unabhängig ist die Ubuntu Foundation, die von Shuttleworth mit eigenem Startkapital ausgestattet wurde.

Auch die Kompatibilität mit anderen Distributionen, besonders mit Debian, ist immer wieder ein Thema. Shuttleworth glaubt, daß die Kompatibilität auf Quellcode-Ebene entscheidend sei, schließlich gehe es hier um quelloffene Software. Ganz eindeutig erteilt er Forderungen nach Binärkompatibilität eine Absage. Es ist in vielen Fällen möglich, ein Paket von Debian oder Linspire in Ubuntu zu installieren und auch fehlerfrei laufen zu lassen. Eine Garantie dafür wird es jedoch nie geben.

Von der DCC-Allianz, der Ubuntu nicht angehört, glaubt Shuttleworth nicht, daß sie Erfolg haben wird. Er spekuliert, daß eine der nächsten Versionen von Linspire auf Ubuntu beruhen könnte. Eine längere Erläuterung widmet er auch der Frage, warum er das Geld, mit dem er Ubuntu aufbaute, nicht direkt in Debian steckte. Einer der Gründe ist, daß Debian eine sehr breite Spanne abdeckt, dadurch aber auch weniger beweglich ist als eine eigene Distribution, die sich auf bestimmte Ziele konzentriert. Mit Ubuntu ergab sich zudem die Gelegenheit, in eine Infrastruktur zu investieren, die die Zusammenarbeit zwischen Linux-Distributionen verbessert.

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Kommentare (Insgesamt: 37 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[4]: Kompatibilität (fuffy, Do, 6. Oktober 2005)
Re[2]: kubuntu (brum, Do, 6. Oktober 2005)
Re[4]: Bitte? nix fremdes (brum, Do, 6. Oktober 2005)
Re[2]: Kompatibilität (AndreasRohrmann, Do, 6. Oktober 2005)
Re[3]: Also ohne zu meckern, aber ... (Mark, Do, 6. Oktober 2005)
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