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Do, 6. Oktober 2005, 13:07

China stellt tausende Schul-PCs auf Linux um

Wie Vertreter diverser Unternehmen bekannt gaben, wird die chinesische Provinz Jiangsu 141.624 PCs auf Schulen mit der freien Betriebsystemalternative Linux ausrüsten.

Manche Debatten enden nie. Zu solch einer Art von Diskussionen gehören zweifelsohne diverse Scharmützel zwischen Analysten, wie nutzbar Linux auf dem Desktop sei. Gartner sorgte für diverse Turbulenzen, als das Unternehmen bekannt gab, dass der Marktanteil von Linux auf dem Desktop im vierten Quartal des Jahres 2004 gerade mal bei einem Prozent lag. Das Unternehmen prognostizierte darüber hinaus, dass bis 2008 der Marktanteil von Linux und Open-Source-Office auf dem Desktop der privaten Anwender bei gerade mal 3,2% liegen wird. Damit sorgten die Analysten für Unmut bei Open-Source-nahen Firmen, die prompt mit Dementis und Erklärungen reagierten.

Von den »Schlachten um Zahlen« lässt sich die chinesische Regierung nicht beeindrucken. Bereits 1999 kündigte das Reich der Mitte an, Linux besonderen Augenmerk zu widmen und erteilte Micrososft eine klare Absage. Das Unternehmen musste fortan zusehen wie die Regierung eine Bastion nach der anderen stürmte und gegen Open Source austauschte. Nun scheinen auch die Schulen zu kommen.

Wie sechs PC-Hersteller bekannt gaben, wird die Provinz Jiangsu im Rahmen eines »School-to-School«-Projektes 141.624 Schul-PCs mit Linux ausstatten. Die auf Debian basierende Distribution »RAYS LX« soll laut Aussagen des Herstellers helfen, »den Kampf gegen den Monopol-Status von Micrososft in China« zu gewinnen. Damit dürften die Chinesen einen den größten Rollouts von Linux angestoßen zu haben. Selbst in der Geschichte Chinas ist eine solch gigantische Umstellung einzigartig.

Die Regierung aus Peking plant bis 2010, 90 Prozent der Schulen an das Internet anzuschließen. Vorangetrieben wird das Unterfangen vom Ministerium für Bildung.

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