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Mo, 10. Oktober 2005, 12:37

Gesellschaft::Politik/Recht

IBM lässt Patentansprüche gegen SCO fallen

Der US-Computerriese IBM hat alle drei Patentrechtsklagen gegen den Software-Hersteller SCO zurückgezogen.

Wie aus einer Meldung an das Bundesgericht in Salt Lake City, Utah, hervorgeht, wird »Big Blue« seine drei Patentklagen zwecks einer »Vereinfachung der Prozessführung« zurückziehen. Man sei zwar immer noch der Ansicht, dass SCO die Patente des Unternehmens verletzt, werde aber in Anbetracht der finanziellen Lage von SCO auf die Verfolgung verzichten. Wie CNet berichtet, seien die Umsätze von SCO zu gering, als dass ein Urteil zu brauchbaren Lizenz- oder Schadensersatzzahlungen führen könnte. In Anbetracht der Erkenntnisse sind die Kosten zur Weiterführung des Rechtsstreits nicht adäquat zu den Ausgaben, heißt es seitens IBM.

Patentstreitigkeiten zeichnen sich in den USA durch sehr hohe Kosten aus. Branchenkennern zufolge kostet eine Patentrechtsklage nicht selten drei Millionen USD.

IBM hatte SCO ursprünglich Verstöße gegen vier Patente vorgeworfen, zog aber eine Klage bereits am Anfang zurück. Zuvor hatte SCO dem Technologiekonzern vorgeworfen, geschützte Teile des Unix-Quellcodes in den Kernel eingeschleust und gegen die Lizenzabkommen verstoßen zu haben. Fortan verlangte SCO von professionellen Linux-Nutzern Lizenzgebühren. In Deutschland ist es SCO untersagt zu behaupten, »dass Linux-Betriebssysteme unrechtmäßig erworbenes geistiges Eigentum von SCO Unix beinhalten und/oder dass Endanwender, die Linux einsetzen, für die damit verbundenen Schutzrechtsverletzungen haftbar gemacht werden können«.

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