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Di, 11. Oktober 2005, 10:32

Software::Desktop

Novell startet Initiative für einen besseren Linux-Desktop

Novell hat eine neue Initiative zur Verbesserung des Linux-Desktops bekannt gegeben, die sich als Teil des Community-Projekts OpenSuse etablieren soll.
Von ThomasS

Wie Novell heute in Waltham/Massachusetts bekannt gab, wird der Konzern laufend Forschungsergebnisse zur Useablility des Linux-Desktop in der Form von Videomaterialien und eigenen Analysen von Useability-Tests veröffentlichen. Darüber hinaus finden Open-Source-Entwickler aus aller Welt Anleitungen zum Aufbau und Betreiben eigener günstiger Testlabs. Zum erstem Mal, so Barnett, Direktor für die Evaluation von Technologien beim Dienstleister Ovum, können OSS-Entwickler die Software-Designs in Augenschein nehmen, die auch bei unerfahrenen PC-Nutzern auf Gegenliebe stoßen. Im Ergebnis hofft man OSS-Programmierer in der Arbeit an benutzerfreundlichen Applikationen zu unterstützen und Linux auf dem Desktop voranzubringen: "Dies ist eine sehr wertvoller Beitrag zur Linux-Community, der Open-Source-Entwicklern von Novells eigenen Forschungsbemühungen zur Verbesserung des Linux-Desktops profitieren lässt, um einen besseren und benutzerfreundlicheren Desktop zu schaffen. " Barnett weiter: "Useability hat eine zentrale Bedeutung, damit der Linux-Desktop im Mainstream Anerkennung findet." Diese Einschätzung teilt man auch bei Novell, auch dort ist man überzeugt, dass der Fokus auf Useability das Eis gegenüber Linux auf dem Desktop schmelzen lassen wird.

Insgesamt erhofft sich Novell mit dem neuen Unterprojekt eine grundlegende Verbesserung der wesentlichen Elemente der Linux-Oberflächen wie Menüs, Dialogboxen und Icons oder die Farbe der Bedieneroberfläche. Unterstützt wird die Initiative auch von Jan Muehlig, Gründer von OpenUsability.org: "Damit können durch Novells aktuelle Forschungsresultate alle OSS-Programmierer Einsicht in die Art und Weise, wie Nutzer mit dem Desktop interagieren, gewinnen."

Nat Friedman unterstützt diese Aussage: "Als Programmierer ist es manchmal sehr schwierig zu verstehen, wie technisch wenig versierte Nutzer mit Deiner Software umgehen." Im Falle von Linux-Nutzern gibt es nach seiner Einschätzung kaum ein Probleme, da sie oft andere Linux-Nutzer kennen. Mit der neuen Initiative erhofft sich Friedman, dass viele OSS-Programmierer die neue Website auf betterdesktop.org aufsuchen werden, um die eigene Software in Anlehnung an vorgeschlagene Oberflächen-Designs um zu gestalten.

Erste Video-Daten und Analysen von Tests, die bei Novell im regen Gebrauch sind, finden sich schon auf der neuen Website des Projekts. Da das neue Projekt an das erst kürzlich gestartete Community-Projekt OpenSuse angegliedert wird, erhofft man sich eine ähnliche große Resonanz. Allein in den ersten 8 Wochen konnte das OpenSuse-Projekt 4 Mio. Seitenbesuche verzeichnen, 7000 registrierte Nutzer zählen und 30.000 Installationen von verschiedenen Betas der Distribution verzeichnen.

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