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Mi, 12. Oktober 2005, 10:49

Software::Grafik

Xara X wird Open-Source

Das Vektorgrafikprogramm Xara X, welches bisher nur für Windows erhältlich war, wird vom Hersteller auf Linux portiert und unter die GNU GPL gestellt.

Xara LX

Mirko Lindner

Xara LX

Wie der Hersteller der Vektorgrafikapplikation Xara X bekannt gab, wird bereits die kommende Version des Programms unter einer offenen Lizenz freigegeben werden. Mit diesem Schritt plant der gleichnamige Produzent auch, eine Linux- und Mac OS X-Version herauszugeben. Laut Aussagen von Xara wurde nach einer Version für die beiden Systeme bereits seit längeren gefragt. Ferner wird die Applikation den Namen ändern und fortan Xara Xtreme heißen.

Mit der Freigabe von Xara unter einer freien Lizenz will der Hersteller laut eigenen Angaben die Akzeptanz von Linux auf dem Desktop erhöhen. »Wir haben eine Menge Technologie, die besser ist als die von Microsoft oder Adobe«, so Charles Moir, CEO von Xara. »Durch die Freigabe als Open Source glauben wir, der Linux-Plattform helfen zu können in der Mainstream-Grafik-Arena besser als je zuvor antreten zu können«. Dabei spielt natürlich auch der eigene Vorteil eine Rolle. Wie Xara bekannt gibt, hat das Unternehmen nicht die finanziellen Resourcen, um gegen Konkurrenten aus dem Hause Microsoft oder Adobe als Closed-Source-Applikation bestehen bleiben zu können. Durch die Freigabe der Applikation im Quellcode erhofft sich die Firma, die Anzahl der Programmierer, die an dem Projekt mitarbeiten, zu erhöhen und die »technischen Möglichkeiten« ausspielen zu können.

Die im Moment nur für Windows verfügbare Applikation zeichnet sich durch eine treue Anhängergemeinde und durch eine Vielzahl von Funktionen aus. Bereits lange Zeit vor Platzhirschen wie Freehand oder Illustrator unterstützte die britische Software Features wie variable Transparenzen, mehrfarbige Füllungen und in Echtzeit weichgezeichnete Kanten. Ferner überzeugt die Applikation durch ihre Schnelligkeit und durch eine Vielzahl von Funktionen. Neben Werkzeugen, die in keiner Vektorgrafikapplikation fehlen dürften, bietet Xara auch eine Unterstützung für Ebenen, Transparenzen und einen Export von Daten in verschiedene Formate. Unter anderem vermag die Applikation einen Export als hochauflösende CMYK-Tiffs auszuführen.

Wann mit einer Linux-Version gerechnet werden kann, steht noch nicht fest. Laut Aussagen der Programmierer arbeitet das Team mit Hochdruck an alternativen Versionen. Im Moment kann die Applikation in einer Test-Version für das freie Betriebsystem Linux vom Server des neuen Projektes herunter geladen werden.

»Xara Xtreme on Linux« (Xara LX) kommt in der Version 0.1 als binäre Datei daher und enthält keine Editierfunktionalität. Mit der Freigabe der Testversion will der Hersteller lediglich die neue Engine vorstellen. Diese soll sich vor allem durch eine erhöhte Geschwindigkeit auszeichnen, beherrscht im Moment aber noch nicht die volle Funktionalität.

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