der virale aspekt der GPL ist nicht zu unterschätzen
Selbst wenn es nachher heißt wir machens kommerziell weiter, dann kann man immerhin sehr sicher sein das das ding dann komplett in der letzten GPL/LGPL version geforkt werden darf
Wenn ALLE Rechteinhaber einer Lizenzänderung zustimmen, dann kann die Lizenz geändert werden. Wenn einer der Lizenzinhaber seine Zustimmung nicht gibt, dann muß sein Code vor einer Lizenzänderung herausgenommen werden und, falls notwendig, ersetzt werden.
Wenn Du jedoch eine JBoss Version die unter der LGPL steht heruntergeladen hast, dann darfst du darauf aufbauend natürlich unter der LGPL weitermachen.
Der NAME JBoss ist jedoch ein ganz anderes Kapitel: Da gilt nicht das Urheberrecht, sondern das Markenrecht, d.h. der Markeninhaber kann bestimmen unter welchen Bedingungen jemand den Namen JBoss verwenden darf.
Du dürftest einen Fork von JBoss nicht FreeJBoss nennen, wenn der Markeninhaber nicht zustimmt. Du dürftest aber sehr wohl Produkte und Kurse anbieten die sagen: "Manuels best practice usage of JBoss", genauso wie du auf ein Reperaturgeschäft draufschreiben darfst: "Staubsaugerreperatur, wir reparieren Miele, Bauknecht und Hoover Staubsauger".
Von Felix Schwarz am Fr, 14. Oktober 2005 um 15:43 #
"Wenn Du jedoch eine JBoss Version die unter der LGPL steht heruntergeladen hast, dann darfst du darauf aufbauend natürlich unter der LGPL weitermachen."
Du darfst sogar die LGPL-Quellen mit GPL-Code mischen und sie so zu GPL machen.
Von Henning Rogge am Do, 13. Oktober 2005 um 23:48 #
Naja, wenn ich da an das Schicksal der Mambo-Foundation denke würde ich an der Stelle von JBoss lieber kleinere Brötchen backen. Man kann mit Markenrechten ein Opensourceprojekt nur bis zu einem gewissen Punkt beeinflussen, danach gibts einen Rückschlag.
Wie sieht das mit einem Fork aus? JBoss steht unter der LGPL und sollte eigentlich für ein Fork "zugänglich" sein. Doch wegen dem Ärger, den die Firma dahinter macht, muss man das umbenennen; stimmt das so, oder muss man noch etwas beachten?
Mir ist z.B. klar, dass die Arbeit von vielen Entwicklern in den Sourcen steckt. Muss man die Entwickler fragen, wenn man ein Fork macht? Auf der anderen Seite würde man sowieso die bisherigen Changelogs und Copyrights und die anderen standardmässigen GNU-Projekt Dateien in den Sourcen belassen, und somit die Nennung der Entwickler und ihrer Leistungen schaffen. Also doch nicht fragen?
Von TSchoenhoff am Fr, 14. Oktober 2005 um 15:07 #
Hallo,
Muss man die Entwickler fragen, wenn man ein Fork macht?
Nein, Du kannst jederzeit einen Fork anzetteln, ohne vorherige Genehmigung der Entwickler. Eine andere Frage ist dann, wie Du Deinen Fork nennst!
Was schon in den anderen Postings angeklungen ist, es geht hier um den Unterschied von Urheber- und Markenrecht. Vom Urheberrecht her gesehen, in diesem Falle der LGPL darfst Du ohne weiteres Forken. Wenn auf das gleiche Programm allerdings Markenansprüche angemeldet worden sind, darfst Du den Namen nicht mehr benutzen ohne Zustimmung des Markenhalters. Die Entwicklung bzw. das Forken des LGPL Programmes oder besser Dein eingeräumtes Recht auf Forks ist davon völlig unberühert. Übrings ist JBoss keineswegs die einzige Firma, die das Markenrecht so sehr in den Vordergrund stellt. Zu nennen ist hier vorallem RedHat, die zwar die Verwendung der Software (war glaube ich RHEL) nicht verbieten, sehr wohl aber die Verwendung der Marke RH.
Wie liefen eigentlich die Forks von X.org ab?
Kurz, Keith Packard und andere unzufriedene Entwickler haben die Sourcen von X genommen und daraus X.org gemacht, das war's
Von Felix Schwarz am Fr, 14. Oktober 2005 um 15:42 #
Fairerweise muss man auch erwähnen, dass man das Recht an einer Marke auch schnell verlieren kann, wenn man nicht gegen nicht-lizensierte Verwendung vorgeht. Dies ist vermutlich der Hintergrund von RedHats "Anfrage" bei CentOS, die jetzt nur noch von einem "prominenten nordamerikanischen Linux-Verkäufer" reden.
Aber selbst mit LGPL darf man da ohne probs nen Fork bauen für den Fall der Fälle oder ?
Selbst wenn es nachher heißt wir machens kommerziell weiter, dann kann man immerhin sehr sicher sein das das ding dann komplett in der letzten GPL/LGPL version geforkt werden darf
Wenn Du jedoch eine JBoss Version die unter der LGPL steht heruntergeladen hast, dann darfst du darauf aufbauend natürlich unter der LGPL weitermachen.
Der NAME JBoss ist jedoch ein ganz anderes Kapitel: Da gilt nicht das Urheberrecht, sondern das Markenrecht, d.h. der Markeninhaber kann bestimmen unter welchen Bedingungen jemand den Namen JBoss verwenden darf.
Du dürftest einen Fork von JBoss nicht FreeJBoss nennen, wenn der Markeninhaber nicht zustimmt. Du dürftest aber sehr wohl Produkte und Kurse anbieten die sagen: "Manuels best practice usage of JBoss", genauso wie du auf ein Reperaturgeschäft draufschreiben darfst: "Staubsaugerreperatur, wir reparieren Miele, Bauknecht und Hoover Staubsauger".
Du darfst sogar die LGPL-Quellen mit GPL-Code mischen und sie so zu GPL machen.
fs
Z.b. JChef anstatt JBoss.
JBoss steht unter der LGPL und sollte eigentlich
für ein Fork "zugänglich" sein. Doch wegen dem Ärger,
den die Firma dahinter macht, muss man das umbenennen;
stimmt das so, oder muss man noch etwas beachten?
Mir ist z.B. klar, dass die Arbeit von vielen Entwicklern
in den Sourcen steckt. Muss man die Entwickler fragen,
wenn man ein Fork macht? Auf der anderen Seite würde man
sowieso die bisherigen Changelogs und Copyrights und die
anderen standardmässigen GNU-Projekt Dateien in den
Sourcen belassen, und somit die Nennung der Entwickler
und ihrer Leistungen schaffen. Also doch nicht fragen?
Wie liefen eigentlich die Forks von X.org ab?
Wäre mal gespannt das zu lernen
alter Mann wünscht allen ein schönes Wochenende
Muss man die Entwickler fragen,
wenn man ein Fork macht?
Nein, Du kannst jederzeit einen Fork anzetteln, ohne vorherige Genehmigung der Entwickler. Eine andere Frage ist dann, wie Du Deinen Fork nennst!
Was schon in den anderen Postings angeklungen ist, es geht hier um den Unterschied von Urheber- und Markenrecht. Vom Urheberrecht her gesehen, in diesem Falle der LGPL darfst Du ohne weiteres Forken. Wenn auf das gleiche Programm allerdings Markenansprüche angemeldet worden sind, darfst Du den Namen nicht mehr benutzen ohne Zustimmung des Markenhalters.
Die Entwicklung bzw. das Forken des LGPL Programmes oder besser Dein eingeräumtes Recht auf Forks ist davon völlig unberühert.
Übrings ist JBoss keineswegs die einzige Firma, die das Markenrecht so sehr in den Vordergrund stellt. Zu nennen ist hier vorallem RedHat, die zwar die Verwendung der Software (war glaube ich RHEL) nicht verbieten, sehr wohl aber die Verwendung der Marke RH.
Wie liefen eigentlich die Forks von X.org ab?
Kurz, Keith Packard und andere unzufriedene Entwickler haben die Sourcen von X genommen und daraus X.org gemacht, das war's
MfG
fs