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Di, 18. Oktober 2005, 10:59

Software::Distributionen::BSD::OpenBSD

OpenBSD ist 10

Vor 10 Jahren wurde die erste Version der OpenBSD-Distribution in das CVS eingespielt.

Puffy, das OpenBSD-Maskottchen

openbsd.org

Puffy, das OpenBSD-Maskottchen

Es war am 18. Oktober 1995, als Theo de Raadt die initiale Version von OpenBSD in das CVS einspielte und den Grundstein für eine der erfolgreichsten BSD-Distributionen legte. Die Distribution basierte auf dem NetBSD-Projekt, welches wiederum auf 386BSD basierte. De Raadt startete den Fork, nachdem er aufgrund schwerer Differenzen mit dem damaligen NetBSD-Core-Team das NetBSD-Projekt verließ. Bereits ein Jahr später, im Oktober 1996, gaben die Programmierer die Version 2.0 von OpenBSD frei. Am 2. Juni 1997 folgte die erste CD-basierte Version 2.1. Die aktuelle Version trägt die Nummer 3.7 und wurde am 19. Mai 2005 offiziell vorgestellt.

Binnen der letzten Jahre entwickelten die Programmierer nicht nur ein autarkes System, sondern implementierten auch diverse Applikationen neu. So hat das Team auf der Codebasis von OSSH, das wiederum auf der freien SSH-Version 1.2.12 von Tatu Ylönen beruhte, einen eigenen Fork unter dem Namen OpenSSH gestartet. OpenSSH entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einer der bekanntesten Implementierungen des SSH-Protokolls und findet sich in fast jeder Distribution. Ferner entwickeln Mitglieder des OpenBSD-Projekts OpenNTP (eine alternative Implementation von NTP), CARP (ein alternatives Konzept zu VRRP) und OpenBGP (eine alternative Implementation von BGP). Auch dem CVS-System haben sich die Programmierer angenommen.

OpenBSD ist ein Abkömmling der Berkeley Source Distribution (BSD), wie auch FreeBSD und NetBSD. Es strebt höchstmögliche Sicherheit, Standardkonformität sowie die Verfügbarkeit auf vielen Plattformen an. Da auch Verschlüsselungsverfahren von hohem Wert für die Entwickler sind, beteiligen sich einige am Voranschreiten von IPsec. Des weiteren versucht das Projekt so politikfrei wie möglich zu bleiben und stattdessen technisch ausgereiftere Software einzusetzen.

OpenBSD gilt im allgemeinen als eines der sichersten Systeme, da das Basissystem gründlich auf mögliche Sicherheitslücken geprüft wurde. Innerhalb der letzten acht Jahre gab es lediglich eine Sicherheitslücke in der Standardinstallation, die von anderen Rechnern aus nutzbar war. Kaum verwunderlich ist es deshalb, dass die Autoren des Betriebsystems jede erdenkliche Funktion einem Audit unterziehen und einen Release mit aller größter Sorgfalt vorbereiten. Projektleiter de Raadt sagte zu diesem Thema vor einem Jahr: »Manchmal müssen wir uns halt fragen, ob Features oder Qualität die Hauptsache sind. Und ich denke, wir sollten uns zunächst auf die Qualität konzentrieren!«

OpenBSD besteht wie auch andere BSD-Derivate aus dem eigentlichen Kernel und Tools, sowie einer großen Ports-Kollektion. Die Ports-Kollektion wird jedoch nicht im selben Maße einer Sicherheitsprüfung unterzogen wie OpenBSD selbst.

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Kommentare (Insgesamt: 26 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re: Hurd? (tester, Fr, 1. September 2006)
Re[3]: Wohl beknackt? (gustl, Mi, 19. Oktober 2005)
Re: Hurd? (little bill, Mi, 19. Oktober 2005)
Re[3]: Theo de Raadt (peschmae, Mi, 19. Oktober 2005)
Re[4]: Theo de Raadt (Daniel Seuffert, Mi, 19. Oktober 2005)
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