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Di, 18. Oktober 2005, 22:18

Software::Desktop

Linux Standard Base stellt Desktop-Projekt vor

Das »Linux Standard Base Desktop Project« wird von zahlreichen Unternehmen aus dem freien und proprietären Softwarebereich unterstützt.

Das neu gegründete »Linux Standard Base Desktop Project« hat zum Ziel, es Software-Entwicklern leichter zu machen, Anwendungen für den Linux-Desktop zu schreiben. Das Projekt resultiert aus einer Zusammenarbeit der Free Standards Group (FSG) und der Linux Standard Base-Arbeitsgruppe der FSG. Es weiß die Unterstützung von zahlreichen Firmen hinter sich, darunter Adobe, IBM, Intel, HP, Linspire, Mandriva, Novell, RealNetworks, Red Hat, Trolltech und Xandros. Alle diese Firmen stellen Arbeitskräfte und Ressourcen zur Verfügung, um das Projekt voranzubringen. Alle Firmen sowie Entwickler freier Software sind eingeladen, mit an dem Projekt teilzunehmen.

Damit Linux-Desktops weitere Verbreitung finden, sollen nach Ansicht des Projektes die Laufzeitumgebungen sowie die Anforderungen zur Zeit der Installation standardisiert werden. Die wichtigsten Linux-Distributionen sollen diese Standards dann einhalten. Wird dies nicht erreicht, müssen Anwendungsentwickler unter Umständen mehrere Varianten ihrer Software pflegen, sofern diese nicht quelloffen ist. Dies ist zu komplex und zu teuer, stimmen die Initiatoren in ein oft gehörtes Klagelied ein. Im Endeffekt könnten Softwareanbieter entscheiden, keine Produkte für Linux anzubieten und damit die Wahlmöglichkeiten der Anwender vermindern und es Linux schwerer machen, mit Windows zu konkurrieren.

Um diesem Problem entgegenzuwirken, sollen Kernkomponenten des Linux-Desktops, darunter Bibliotheken, aber auch anderes, standardisieren. Diese Arbeit soll im LSB Desktop Project geleistet werden, einem Unterprojekt der LSB. Es setzt die Arbeit der LSB (Linux Standard Base) fort und erweitert sie um Desktop-Komponenten. Es wird die GUI-Toolkits standardisieren und sehr wahrscheinlich sowohl GTK+ als auch Qt umfassen. Ferner wird es die Spezifikation der Software-Paketierung erweitern, um Desktop-spezifischen Installationsfragen gerecht zu werden. Die Spezifikationen werden auch die Arbeit von freedesktop.org einbeziehen, das bereits beträchtliche Vorarbeiten geleistet hat.

Erste Resultate des Projektes sollen Anfang 2006 bereits vorliegen. Kurz darauf sollen bereits Zertifizierungen gegen diese Spezifikation möglich sein. Jim Zenin, Executive Director der Free Standards Group, erwartet einen signifikanten Zuwachs des Einsatzes von LSB-Desktops, besonders in den Entwicklungsländern.

Den aktuellen Stand des Projektes kann man im Wiki verfolgen.

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