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Do, 20. Oktober 2005, 11:40

Software::Distributionen::Debian

Debian Core Consortium Alliance benennt sich um

Nach einer anhaltenden Kontroverse mit dem Debian-Projekt wird das »Debian« aus dem Namen des Debian Core Consortium Alliance gestrichen.
Von ThomasS

Der Umbenennung in DCC-Allianz ging eine Diskussion auf der Mailingliste für Debian-Projekte voraus. Die Buchstabenkombination DCC hat damit keine spezielle Bedeutung mehr und steht nun für sich allein. In einem Posting an die Maillingliste erklärte Ian Jackson, dass die Benennung Debian Core Consortium Alliance sehr verwirrend sei und das Debian-Projekt möglicherweise sogar das Recht an der eigenen Marke verlieren könne. Daher sei Debian nun gefordert, einzugreifen. Jackson schlägt der DCC-Allianz als Alternative den Namen »Debian Deriviatives Cooperation Association« vor.

Die auf Drängen des Debian-Projekts zustande gekommene Umbenennung ist allerdings für Jackson nicht ausreichend, er stellt auch die Verwendung des Debian-Logos durch die DCC-Allianz in Frage. Das Widerrufen der Verwendung der Marke Debian, einschließlich des Gebrauchs des Debian-Logos ist allerdings schwierig, wie Anthony Towns und Jackson selber deutlich machen. Denn laut Statut heißt es: »Dieses Logo oder eine abgewandelte Version darf von jedem benutzt werden, dessen Aktivitäten sich auf das Debian-Projekt beziehen. Dies schließt allerdings keine Befürwortung durch das Projekt ein.« Erschwerend kommt nach Einschätzung von Don Amstrong hinzu, dass das Projekt die Marke Debian nie registrieren ließ.

In der DCC-Allianz hat man auf diese Diskussion reagiert, wie das Weblog von Ian Murdock zeigt. Allerdings scheint es, dass eine Entfernung des Debian-Logos für die DCC-Allianz vorerst nicht in Frage kommt. Vielmehr will sich die DCC-Allianz jetzt offenbar darum bemühen, ein offizielles Unterprojekt von Debian zu werden. Dies würde nach Ansicht von Projektbegründer und DCC-Allianz-Initiator Ian Murdock die derzeitigen Probleme mit dem Debian-Projekt beenden. Schließlich seien die Ergebnisse der Arbeit der DCC-Allianz, Debian ins Unternehmen zu bringen, auch für das Debian-Projekt interessant.

Don Johnson, Stellvertreter des Debian-Projektleiters Branden Robinson, der gleichzeitig Mitarbeiter der DCC-Allianz ist und sich daher wegen möglicher eigener Interessenkonflikte zurückhält, ist mit der Klärung der Unstimmigkeiten beauftragt. Er fasst den derzeitigen Stand der Diskussion an die Liste zusammen. In seiner Aufzählung tauchen zwei noch zu klärende Probleme auf, die er im Gespräch mit der DCC-Allianz beilegen will: den Gebrauch des Debian-Logos im Logo der DCC-Allianz und eine öffentliche Klärung der Beziehung zwischen beiden Organisationen. Dabei kommt es ihm in den Gesprächen auch darauf an, dass eine klare Trennlinie zwischen DCC-Allianz und dem Debian-Projekt gezogen wird. Verlangt wird eine öffentliche Klarstellung darüber, dass die DCC-Allianz nicht für das Debian-Projekt spricht (und umgekehrt). Eine öffentliche Erklärung lehnt die DCC-Allianz aber aus marketing-technischen Gründen ab. Der Ausgang der Gespräche ist z.Zt. noch ungewiß. So spielt Hitzkopf Jackson, wie er sich selbst charakterisiert, durchaus auch mit dem Gedanken einer rechtlichen Klärung, wenn es notwendig werden sollte.

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Kommentare (Insgesamt: 10 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[2]: Debian (2old4these, Fr, 21. Oktober 2005)
Re[2]: Freunde vom Dativ e.V. (Snoopy, Do, 20. Oktober 2005)
Re: Debian (MuhGNU, Do, 20. Oktober 2005)
Re: Freunde vom Dativ e.V. (Frenny, Do, 20. Oktober 2005)
Re: Debian (kindergartenkind, Do, 20. Oktober 2005)
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