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Di, 25. Oktober 2005, 21:03

Software::Security

Freie Variante von Nessus entstanden

Nur wenige Tage benötigte die freie Entwicklergemeinschaft, um im allgemeinen Interesse eine freie Version des Sicherheitsscanners Nessus zu starten.

Nessus ist ein freier, leistungsfähiger, aktueller und einfach zu benutzender Remote Security-Scanner. Aufgrund seiner freien Lizenz hatte er eine große Zahl von Benutzern und Entwicklern, die zahlreiche Erweiterungen beigesteuert hatten. Doch vor zwei Wochen hatte Tenable Network Security, in der der Nessus-Initiator Teilhaber ist, angekündigt, den Scanner ab der Version 3.0 unter eine proprietäre Lizenz zu stellen. Zwar wäre die private Nutzung weiter kostenlos, doch das wäre kein Trost für die angeblich über 75.000 Unternehmensnutzer weltweit. Schlimmer als die möglichen Lizenzgebühren wäre wohl der Verlust der Möglichkeit, das Programm zu modifizieren, da der Quellcode nicht mehr verfügbar sein soll.

Nur wenige Tage darauf bildete sich ein neues Projekt mit dem vorläufigen Namen GNessUs, das mit dem frei verfügbaren Code von Nessus 2.2.5 die weitere Entwicklung unabhängig von Tenable Network Security fortführen will. Gründer des Projektes ist der Engländer Tim Brown, der für die Sicherheitsfirma Portcullis Computer Security Limited arbeitet. Er ist nicht allein, da ihn zahlreiche weitere Sicherheitsexperten unterstützen werden.

Ron Gula von Tenable Network Security hält das Vorgehen der Firma trotzdem für richtig, da es starke Nachfrage von Kunden nach einer kommerziell lizenzierten Version mit vollem Support gegeben habe. Das Verhältnis zwischen Tenable und dem freien Projekt soll freundlich bleiben, auch wenn Tenable eine Namensänderung von GNessUs gefordert hat, da es der eingetragenen Marke Nessus zu sehr ähnelt. Das GNessUS-Projekt wird dem Folge leisten und sich in Kürze umbenennen. Es liegen bereits zahlreiche Namensvorschläge vor.

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