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Do, 3. November 2005, 00:11

Unternehmen

Red Hat entwickelt Open-Source-Architektur weiter

Red Hat hat seine wichtigsten technologischen Pläne für 2006 und 2007 bekannt gegeben, die das populäre Thema Virtualisierung und Stateless Linux aufgreifen.

Mit der Veröffentlichung von Red Hat Enterprise Linux 3 im Jahr 2003 hatte Red Hat seine strategische Vision einer Open-Source-Architektur vorgestellt. Sie umfaßte Ziele wie Zuverlässigkeit, hohe Performance, Sicherheit, Skalierbarkeit, Identitätsverwaltung, virtualisierte Speicherlösungen und ein Ökosystem mit einem breiten Angebot an Hard- und Software. Heute sieht sich Red Hat an einem Punkt, an dem wichtige Teile der Strategie bereits umgesetzt sind. Damit ist die erste Phase der Implementierung der Open-Source-Architektur vorüber und die zweite Phase beginnt. In dieser Phase, deren Ziele Red Hat nun bekannt gegeben hat, will Red Hat eine der führenden kommerziellen Unternehmens-Linuxdistributionen bleiben und die Kosten der IT weiter reduzieren helfen.

Technisch werden Virtualisierung und Stateless Linux die Hauptpunkte der mittelfristigen Entwicklung bei Red Hat sein. Dazu gesellt sich eine bessere Unterstützung für Entwickler.

Die Virtualisierung wird durch die Integration von Xen realisiert. In der nächsten Version von Red Hat Enterprise Linux, die in etwa einem Jahr fertig sein wird, wird die Möglichkeit einer voll integrierten Server-Virtualisierung zur Verfügung stehen. Red Hat arbeitet mit der Xen-Community und Partnern daran, Xen in die Distribution aufzunehmen. Besonderer Wert wird dabei auf die Integration dieser Technologie mit den bereits vorhandenen Fähigkeiten für die Speicher-Virtualisierung (Global Filesystem) und der Systemverwaltung (Red Hat Network) gelegt.

Das Preismodell für die nächste Enterprise-Linux-Version soll klar und einfach bleiben. Die Kunden zahlen wie bisher pro Server, jeder Server kann beliebig viele virtuelle Server laufen lassen. Durch die Konsolidierung mehrerer Server auf einen mit virtuellen Maschinen können die Kunden also wohl auch Geld beim Red-Hat-Abonnement sparen.

»Stateless Linux«, vor über einem Jahr erstmals als Konzept vorgestellt, soll ein weiterer Schwerpunkt werden. Stateless Linux hat zum Ziel, alle Daten, die einen individuellen Rechner ausmachen, an eine zentrale Stelle, also einen Server, zu verlagern. Auch die Daten des Anwenders liegen zentral, werden aber jeweils auf den lokalen Rechner gespiegelt, an dem der Benutzer arbeitet. Dies macht das mobile Arbeiten mit Laptops wesentlich einfacher und soll den Administrationsaufwand deutlich reduzieren. Die Administrationskosten für Desktops und Laptops sollen so auf das Niveau von Thin Clients fallen.

Ferner sieht Red Hat eine Änderung in der Softwareentwicklung der Zukunft kommen. Es sei eine verstärkte Nachfrage nach Entwicklung mit Hilfe von Open-Source-Werkzeugen und nach verteilten Entwicklungsmethoden zu vermerken. Firmen beginnen verstärkt, die Entwicklung auf ähnliche Art zu betreiben wie Open-Source-Projekte. Man verspricht sich davon bessere Softwarequalität und kürzere Entwicklungszeiten. Red Hat will von dieser Nachfrage profitieren und den Kunden entsprechende Werkzeuge und Expertise zur Verfügung stellen.

So plant Red Hat, Investitionen in Eclipse, SystemTAP, Frysk und andere zu tätigen oder fortzusetzen. Die Dienstleistungs- und Schulungsangebote für Entwickler sollen ausgebaut werden. Auch die Erfahrung, die Red Hat mit Testen und Zertifizierung von Software gesammelt hat, soll in entsprechende Angebote umgesetzt werden. Kunden und Partner sollen frühzeitig Zugang zu den neuesten technischen Entwicklungen bekommen.

Wie üblich, werden die genannten Technologien zuerst in der von Red Hat gesponserten und frei herunterladbaren Distribution Fedora Core zu finden sein.

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