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So, 6. November 2005, 11:27

Unternehmen

Microsoft setzt auf Linux

Nach Informationen der australischen LinuxWorld hat Microsoft Aruba Networks beauftragt, sein kabelloses WLAN auf eine Linux basierte Infrastruktur umzustellen.
Von ThomasS

In diesem Jahr hat Microsoft nach Informationen des Online-Magazins ein Abkommen mit dem kalifornischen Netzwerkausrüster Aruba Networks abgeschlossen. Es sieht eine komplette Migration der derzeitigen, dezentral organisierten und auf Cisco Produkten beruhenden kablelosen WLAN-Struktur Microsofts auf ein zentral administrierbares System von Aruba Networks vor. Damit will Microsoft zukünftig bei notwendigen Änderungen der WLAN-Struktur vermeiden, dass jeder einzelne Access-Point individuell umkonfiguriert werden muss. Aruba Networks wird laut eigener Pressemitteilung das weltweit zweitgrößte WLAN-Netz innerhalb der nächsten 2 Jahre umbauen, dass simultan bis zu 25.000 Nutzer aus über 60 Ländern bedienen soll. Microsofts neues WLAN-Netz soll in 277 Gebäuden installierten werden und wird 7000 neue Access-Points beinhalten. Senior Direktor bei Microsoft, Sunjeev Pandey lobt die Kooperation in höchsten Tönen: "Diese Partnerschaft wird es Microsoft ermöglichen mit der neuesten, modernsten Technologie das Maß an Skalierbarkeit, Leistung und Sicherheit zu bekommen, das wir benötigen."

Eigentlich wäre das Projekt wohl auch den Kollegen der LinuxWorld kaum eine Notiz wert, wenn die eigenen Recherchen nicht eine kleine Überraschung parat gehalten hätten. Nach Aussage von Aruba Networks Vizepräsidenten Mark Robards für die Region Asien-Pazifik basieren die Produkte des Hersteller, die Mobilitätskontroller, Switches, Firewall und Hardware-Verschlüsselung umfassen, alle auf Linux. Eigens zur Durchführung der geplanten Umstrukturierung hat Aruba Networks weitere Linux-Entwickler eingestellt, die an der Mobilitäts-Software arbeiten sollen. Auf der Website von Aruba Networks wird ein erfahrener UNIX/Linux-Entwickler, unter anderem mit großer Erfahrung in Sachen Linuxkernel, gesucht, führt LinuxWorld dazu süffisant aus.

Nun wundern sich die Kollegen von LinuxWorld darüber, wie ein solcher Schritt in Microsofts "Get the facts" Kampagne überhaupt hineinpasst, in der der Quasi-Monopolist Linux in Sachen Performance, Sicherheit und anderen Aspekten weit hinter seinem eigenen Produkten liegen sieht. In Anbetracht von Pandeys höchsten Lob können wir Microsoft zu diesem Schritt nur gratulieren: Na also, es geht doch!

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