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Di, 8. November 2005, 11:42

Hardware

Brasilien startet Auslieferung von preiswerten Linux-Rechnern

Die brasilianische Regierung hat eine neue Initiative gestartet, die die Bevölkerung mit preiswerten PCs mit Linux versorgen will.

Ab nächste Woche sollen die PCs in Brasilien im Handel sein. Durch die niedrigen Kosten sollen sie für viele erschwinglich sein, dazu wurde erst vor Kurzem ein Gesetz erlassen, das die Steuern senkt. Dennoch scheint der Preis kaum niedriger zu liegen als bei handelsüblichen Billigcomputern. Es herrscht daher eine gewisse Skepsis, daß das Projekt genauso ein Fehlschlag werden könnte wie die Regierungsinitiative PC Conectado. Nach Angaben von Beobachtern war PC Conectado hauptsächlich eine Initiative zur Anbindung der Bevölkerung ans Internet, aber die Anschlußgebühren waren weder für die Anbieter noch für die Nutzer attraktiv.

Die neue Initiative Computers for All soll nun preiswerte Computer mit vorinstalliertem Linux bringen. Diese wird es von mehreren Anbietern geben, von denen die meisten standardmäßig ein KDE-Desktop benutzen. Das Wissenschaftsministerium hofft, daß binnen 4 bis 6 Monaten eine halbe Million Rechner verkauft werden.

Einer der Anbieter, die auf KDE setzen, ist die Firma Positivo, die ab nächste Woche monatlich 10000 PCs absetzen will. Bereits in den letzten Monaten hat die Firma 10000 PCs mit der KDE-basierten Distribution Insigne GNU/Linux verkauft, wechselt aber nun auf Mandriva. Nach der Übernahme von Conectiva ist Mandriva ja quasi eine einheimische Distribution.

Das KDE-Team wird sich über die Meldung besonders freuen, nachdem Novell gerade verkündet hat, GNOME statt KDE als Standard-Desktop einzusetzen. Hauptsächlich wird sich das auf die Novell-eigenen Anwendungen und auf die Konfigurationswerkzeuge auswirken, die in Zukunft wohl verstärkt für GTK+/GNOME entwickelt werden.

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