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Mo, 21. November 2005, 11:17

Paris setzt verstärkt auf Open Source

Die Stadtverwaltung von Paris hat neue ehrgeizige Pläne zum Einsatz von Open Source (FOSS) in Behörden und Grundschulen bekannt gegeben.
Von ThomasS

Nach Information der australischen Computerworld setzt die Stadtverwaltung verstärkt auf FOSS, um sich aus der Abhängigkeit von einzelnen Herstellern zu lösen. Schon seit Anfang diesen Jahres hat die Stadtverwaltung von Paris ihre 46.000 Angestellten aufgefordert FOSS-Applikationen wie Firefox und OpenOffice auf ihrem Arbeitsplatzrechner zu installieren. Ermutigt durch die bisherigen Resultate dieses ersten Tests auf freiwilliger Basis plant man nun die komplette Migration eines gesamten Departements in einem der 20 Distrikte von Paris.

Mit diesem Schritt will man die tatsächlich anfallenden Kosten einer umfassenden Migration für alle Angestellten der Stadtverwaltung ermitteln, sagte ein Pressesprecher der Stadt. Im städtischen Server-Bereich ist die Migration auf Linux schon weiter fortgeschritten, gegenwärtig laufen 196 von 395 Rechner mit dem Open-Source-Betriebssystem. Weitgehendere Migrationspläne hegt Paris nach Informationen der Computerworld offenbar auch für seine Netzwerkdienste, gegenwärtig betreuen und erstellen städtische Angestellte 1900 Websites. So sollen schon bald die ersten Datei-Server von 100 städtischen Sites ebenfalls auf Open Source umgestellt werden. Parallel zu den bisherigen Migrationsmaßnahmen hat Paris eine Reihe begleitender Studien auf den Weg gebracht, die die Möglichkeiten einer weiteren Umstellung externer Mailserver und DNS-Dienste auf FOSS ausloten sollen.

Grundsätzlich will man proprietäre Software (CSS) nicht ausschließen, versichert die Stadtverwaltung. Allerdings müsse zukünftig jeder Lieferant von CSS für die Stadtverwaltung nachweisen, dass seine Applikationen in FOSS-Desktop- oder Serverumgegebungen integrierbar sind. Insgesamt hat Paris 17.000 städtische Workstations, für die es offenbar weitreichende Migrationspläne nach Abschluss der Evaluationsphase gibt.

Im schulischen Bereich hat Paris ebenfalls mit einer schrittweisen Migration auf OpenOffice begonnen, das bereits auf 2150 Schul-PCs installiert ist. Ebenso hat man in der Stadtverwaltung die Vorzüge einer quelloffenen Entwicklung erkannt und städtische Eigenentwicklungen freigegeben, so z.B. das Content Management System Lutece. Für die nähere Zukunft plant man offenbar die Freigabe weiterer 7 Applikationen, die als OSS entwickelt werden sollen.

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