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Mo, 21. November 2005, 13:34

Software::Entwicklung

Aktueller Status von Mono

Miguel de Icaza, Initiator von GNOME und Mono, hat einen ausführlichen Statusbericht zum derzeitigen Stand von Mono gegeben.

Anläßlich der Freigabe von Mono 1.1.10, der laut Icaza »besten Version bisher«, hat der prominente Entwickler eine ausführliche Übersicht über die aktuellen Entwicklungen produziert. Es gibt nur noch ein Feature, das bis zur Freigabe von Mono 1.2 fehlt: Die vollständige Implementation von Windows.Forms. Mono 1.1.10 ist quasi eine stabile Version, die allgemein eingesetzt werden kann, auch wenn sie offiziell noch als Entwicklerversion gilt.

Icaza betont, daß sein Statusbericht sich nur auf die Entwicklung bei Novell bezieht. Die Entwickler außerhalb des Unternehmens steuern weitere signifikante Dinge bei, die Icaza in einem späteren Dokument beschreiben will. Was von Novell entwickelt wird, ist stark auf die eigene Nutzung von Mono innerhalb des Unternehmens ausgerichtet.

Windows.Forms, die einzige noch nicht vollständige Komponente für Mono 1.2, soll bis Ende dieses Monats fertig werden. Danach sollen rund drei Monate nur auf die Korrektur von Fehlern verwandt werden, um danach Mono 1.2 offiziell freizugeben. Windows.Forms wird unter Linux und Mac OS X die Rendering-Engine Cairo verwenden.

Die Unterstützung für.NET 2.0 ist schon recht weit fortgeschritten. Der C#-Compiler und die VM sollen bereits vollständig sein, andere Komponenten sind teils fertig, teils in Entwicklung. Mono 1.2 wird keine vollständige Implementierung von.NET 2.0 bieten, aber den Kern und weitere Teile davon schon unterstützen.

Fortschritte kann Icaza auch vom Debugger und der IDE MonoDevelop vermelden. MonoDevelop ist ein ambitioniertes Projekt, das auf Plugins beruht und in Konkurrenz zu Eclipse treten will. Der C#-Compiler unterstützt noch kein C# 3.0, dieses Feature soll noch etwas zurückgestellt werden. Die freie Implementierung von Visual Basic wird von Novell dagegen ganz aufgegeben. Ein Entwicklerteam aus Brasilien will diesen Compiler nun weiterführen.

Weitere Themen, die Icaza anschneidet, sind ASP.NET, Code Access Security, API-Stabilität, GTK# und einige weitere Projekte. Kein Problem scheint er auf der rechtlichen Seite zu sehen, da er dieses Thema mit keiner Silbe erwähnt. Trotz der immer wieder geäußerten Bedenken scheinen sich die rechtlichen Unklarheiten auf wenige Komponenten zu beschränken. Das FAQ des Projekts erläutert, wie mit diesen umgegangen werden soll.

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