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Mi, 23. November 2005, 20:06

Software::Distributionen::Fedora

Fedora Core 5 Test 1

Über fünf Monate nach der Freigabe von Fedora Core 4 kommt das Fedora-Projekt mit der ersten Testversion für Fedora Core 5 in die Gänge.

Wie schon beim Vorgänger ist geplant, noch zwei weitere Testversionen in etwa monatlichen Abständen herauszugeben. Danach sollen die gemeldeten Fehler beseitigt und, wenn alles glattgeht, Ende Februar 2006 die endgültige Version veröffentlicht werden.

Die Release Notes nennen die wichtigsten Neuerungen in Fedora Core 5 Test 1. Der Installer wurde erweitert, er ist jetzt aufgeräumter und unterstützt das Loggen auf andere Rechner im Netz und Tracebacks. Die wichtigsten neuen Features des Installers sind aber wohl, daß die Virtualisierungssoftware Xen integriert wurde, nach Angaben des Projektes ebenso gut wie der Paketmanager yum. Für den Softwareupdate gibt es ein grafisches Frontend namens »pup«, das das zumindest dem Namen nach an das Red Hat Network erinnernde rhn-applet ablöst. Die Desktopumgebungen GNOME 2.12 und KDE 3.4 sind mit dabei.

Als Technologie-Vorschau, aber womöglich noch nicht voll einsatzbereit und stabil, sind der GNOME Power Manager und GNOME Screensaver in die Distribution eingeflossen. OpenOffice.org wurde in Version 2 beigelegt und so angepaßt, daß es die systemeigenen Bibliotheken verwendet. Dies soll Leistung und Effizienz erhöhen. Das X Window System wurde auf X.org 7.0 RC2 hochgezogen. Anstatt den kleinen Schritt zu X.org 6.9 RC2 zu machen, wurde die funktionell identische, aber modular angelegte neuere Version von X.org integriert, der auf jeden Fall die Zukunft gehört. Der Linux-Kernel läuft in dem System in Version 2.6.14 und unterstützt Software Suspend.

Als Eingabemethode für fernöstliche Zeichensätze ist nun SCIM anstelle von IIMF in der Distribution enthalten. Als optische Verbesserung sind Änderungen im Theme des animierten Mauszeigers gedacht. Eine andere, ebenfalls weitreichende optische Änderung ist das neue Logo des Fedora-Projekts, das eine interessante Kombination des Fedora-typischen »f« mit dem Unendlich-Zeichen darstellt.

Die unter GPL stehende Distribution wird voraussichtlich die Basis für Red Hat Enterprise Linux 5 darstellen. Daher ist Red Hat weiter der größte Unterstützer von Fedora, will jedoch seinen Einfluß durch Gründung einer Stiftung zurückschrauben. Dieser Schritt wurde bisher wohl noch nicht vollendet.

Für Fedora Core 5 Test 1 sollte man minimal 620 MB Platz auf der Festplatte bereitstellen, eine typische Serverinstallation benötigt 1,1 GB und ein Desktop-System 2,3 bis 3 GB. Der gesamte Softwareumfang beträgt 6,9 GB. Für x86_64-Rechner sind diese Zahlen etwas höher anzusetzen.

Wie immer wurden auch in Fedora Core 5 verschiedene Programmpakete ausgeschlossen. Alle Pakete, die nicht vollständig frei sind oder möglicherweise Patentprobleme verursachen könnten, gehören dazu. So wird es in Fedora Core 5 keine MP3-Unterstützung geben, viele Video-Codecs fehlen, NTFS wird nicht unterstützt, die binären Treiber von ATI und NVIDIA fehlen, ebenso wie Real Media, DeCSS, Mono, Sun Java und proprietäre Software. Einige dieser Pakete können aus anderen Quellen installiert werden, die man zum Download übers Internet mit yum konfigurieren kann. Zusätzliche Pakete bietet auch Fedora Extras, nach Paketen für MP3 und anderem muß man aber wohl im Fedora-FAQ oder mit Suchmaschinen suchen.

Der Download von Fedora Core 5 Test 1 ist vom Download-Server des Projekts möglich. Die Distribution benötigt fünf CDs, die als ISO-Images für die Architekturen x86, x86_64 und PPC zur Verfügung stehen. Alternativ kann man ein kleines ISO-Image verwenden und das restliche System übers Netz installieren. Auch der Download über BitTorrent wird angeboten. DVD-Images gibt es noch nicht.

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