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Do, 24. November 2005, 11:29

Hardware

Freies OS Iguana für Mobiltelefone

Qualcomm, einer der weltgrößten Hersteller von Handys, will das freie Betriebssystem »Iguana« in einigen Modellen mit seinen MSM-Chipsätzen einsetzen.

Entwickelt wurde Iguana am australischen NICTA, dem National ICT Australia. Diese Organisation untersteht der australischen Regierung und soll die Informations- und Kommunikations-Technologie (ICT) fördern.

Eines der Forschungsprojekte des NICTA ist Iguana, ein Echtzeit-Betriebssystem, das eigentlich nur eine Basis für ein »höheres« Betriebssystem bildet. Ein solches ist Wombat, das von dem Institut als »paravirtualisiertes Linux« beschrieben wird. Iguana selbst läuft nicht eigenständig, sondern setzt auf den Microkernel L4 auf. Es verwendet das API von Version 4 in der Implementation von L4Ka::Pistachio.

Als spezielle Anpassung an eingebettete Systeme, wie sie Mobilgeräte darstellen, besitzt Iguana einige besondere Features. So ist es keine komplette Schicht über L4. Es verdeckt das L4-API nicht, sondern erweitert es. Es stellt Dienste zur Verfügung, die nahezu jede Betriebssystemumgebung benötigt, darunter Speicher- und Rechteverwaltung und ein Gerätetreiber-Framework. Ferner will Iguana besonders klein sein mit geringen Anforderungen an Speicher und Cache. Das Nutzen von Daten durch mehrere Prozesse soll mit geringem Overhead möglich sein. Und die Mechanismen des Schutzes und der »Übersetzung« sind getrennt, indem die Adressbereiche so angelegt werden, daß sie sich möglichst nicht überlappen. Iguana-basierte Systeme sollen dadurch auch auf Systemen ohne virtuellen Speicher machbar sein. Es gibt gewisse Geschwindigkeitsvorteile für Systeme ohne virtuellen Speicher wie die System auf Basis der weit verbreiteten ARM7- und ARM9-Prozessoren.

Iguana und natürlich auch Wombat stehen als freie Software zum Download zur Verfügung.

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