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Mi, 30. November 2005, 16:07

Gesellschaft::Politik/Recht

Richtlinie für die Definition der GPL 3 veröffentlicht

Die geplante Neufassung der General Public License (GPL) wird strikten Regeln folgen, die die Free Software Foundation (FSF) zusammen mit einem Zeitplan veröffentlicht hat.

Richard Stallman, Vorstands- sowie Gründungmitglied der Free Software Foundation

Richard Stallman

Richard Stallman, Vorstands- sowie Gründungmitglied der Free Software Foundation

Der erste Entwurf der GPLv3, der für die öffentliche Diskussion vorgesehen ist, soll am 16. Januar im Rahmen einer internationalen Konferenz am Massachusetts Institute of Technology (MIT) veröffentlicht werden. Die Konferenz soll allen interessierten Parteien dazu dienen, ihre Meinungen über die GPL v3 zu diskutieren. Sie ist aber nur der erste Anfang der eigentlichen Diskussion.

Die GPL ist zur Zeit die am häufigsten verwendete freie Software-Lizenz. Rund drei Viertel aller freien Projekte nutzen sie. Doch da sie seit 15 Jahren nicht überarbeitet wurde, ist inzwischen ein Bedarf für Anpassungen an die heutigen Verhältnisse und Klarstellungen entstanden. Wegen der weiten Verbreitung der GPL ist es für viele von großem Interesse, wie die neue Fassung aussehen wird. Die FSF wird ihren ersten Entwurf im Januar vorlegen, legt jedoch Wert darauf, daß jegliches Feedback aus den Reihen der freien Software-Gemeinschaft gehört wird. Ziel ist es für die FSF, eine Lizenz zu schaffen, die die Freiheit der Software am besten verteidigt und Benutzern und Unternehmen am besten dient.

An den vier Freiheiten, die freie Software definieren, soll auch die GPLv3 nicht rütteln. Dies sind die Rechte, die Software zu studieren, zu kopieren, zu ändern und geänderte Versionen zu verteilen. Da man mit sehr viel Feedback zur neuen Lizenz rechnet, muß der Prozeß, diesen zu verarbeiten, gut strukturiert und dokumentiert sein. Zu diesem Zweck dient die »GPLv3 Process Definition«. Sie enthält auch einen Zeitplan, der die Veröffentlichung eines zweiten Entwurfs der GPLv3 im Sommer 2006 vorsieht. Ein weiterer, letzter Entwurf soll im Herbst 2006 folgen. Spätestens im Frühjahr 2007 soll die GPLv3 in der endgültigen Fassung publiziert werden.

Während es jedem freisteht, Kommentare zur GPLv3 einzusenden, wird die FSF zusammen mit dem Software Freedom Law Center (SFLC) auch verschiedene Projekte, Organisationen und Personen direkt ansprechen und um Kommentare bitten. Die erwartete Flut der Kommentare wird von Komitees bearbeitet, die während der Konferenz am MIT etabliert werden sollen. Jede Stimme soll gehört werden, sagte Eben Moglen, Vorsitzender des SFLC dazu. Der Prozess sei transparent und stehe jedem Interessenten offen. Das Richtlinien-Dokument steht als PDF-Datei zum Download bereit. Es beschreibt unter anderem auch, wie die Komitees gebildet und wie Konflikte gelöst werden sollen.

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