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Fr, 9. Dezember 2005, 12:29

Software::Desktop

Linux-Desktop-Projekt Portland ins Leben gerufen

Die Desktop-Arbeitsgruppe der Open Source Development Labs (OSDL) hatte geladen, und alle wichtigen Vertreter von freien Desktop-Projekten kamen.
Von ThomasS

Zu einem der größten Treffen zum Thema Linux-Desktop hatte die Gruppe Desktop Linux Working Group der OSDL nach Portland, Oregon eingeladen. Auf der Tagesordnung standen die verschiedensten Themen zu Linux auf dem Desktop und alle Vertreter wichtiger Projekte, z.B. GNOME oder KDE waren gekommen, um die Möglichkeiten einer besseren Zusammenarbeit auszuloten. Nach Einschätzung von John Cherry, dem Leiter der OSDL-Desktop-Gruppe, war das Treffen ein Erfolg, da einige Leute endlich verstanden hätten, dass "wir unbedingt damit aufhören müssen uns wie ein Haufen zu allem entschlossenen Streithähne aufzuführen, und endlich gemeinsam am Erfolg von Linux auf dem Desktop arbeiten sollten". Dies ist nach Cherrys Auffassung auch ein wichtiger Meilenstein, um mit einer Stimme gegenüber den Hardware-Herstellern sprechen zu können und die Geräteunerstützung unter Linux zu verbessern."

Zu den konkreten Ergebnisse des Treffens zählt KDE-Entwickler und Freedesktop-Aktivist Waldo Bastian unter anderem die Initiierung des neuen Linux-Desktop-Projekts Portland. Im Rahmen von Portland wollen alle Parteien an einer gemeinsamen API arbeiten, die es externen Entwicklern erleichtern soll, neue Applikationen für den Linux-Desktop zu entwickeln. Waldo Bastian dazu: "Das Großartige daran ist, dass Software-Entwickler dann das Linux-Toolkit auswählen können, dass ihren Erwartungen am besten entspricht, ohne sich Gedanken um verschiedene Flavors des Linux-Desktops machen zu müssen."

Anders als das mehr am Endbenutzer orientierte Tango Desktop Projekt zielt Portland auf Arbeitserleichterungen für unabhängige Software-Hersteller (ISVs) bei der Schaffung und Portierung ihrer Programme für den Linux-Desktop. Das neue Projekt beginnt mit einer "Task Force"-Gruppe von vier Leuten, die von George Staikos (KDE) und Alex Graveley (GNOME) gemeinsam geleitet wird. Das Ziel dieser Gruppe wird es sein, Möglichkeiten der Integration auszuloten, eine Bestandsaufnahme der existierenden Funktionalitäten in beiden Desktop-Umgebungen zu erstellen und Gespräche mit ISVs zu führen. Die Ergebnisse dieser Arbeit sollen dann in die jeweiligen Umgebungen integriert werden. Spätestens 2006 sollte eine stabile Version von Portland existieren, die dann Eingang in LSB 4.0 finden wird. Eine erste Zwischenbilanz zum Stand des Projekts werden die Entwickler auf einem weiteren Treffen im Mai 2006 ziehen.

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