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Mo, 19. Dezember 2005, 10:18

pocketlinux Version 2.0 erschienen

Pünktlich zu Weihnachten ist eine neue Version von pocketlinux erschienen.

Die aktuelle Distribution bringt viele Neuerungen mit sich. So wurde das komplette Basissystem auf die aktuelle Slackware-Version 10.2 portiert und um eine Vielzahl von Entwicklungspaketen erweitert. pocketlinux bietet die Desktopumgebung »KDE light«, die auf KDE basiert, aber eine einfachere Bedienung und schnellere Startzeiten garantiert. Ein weiterer Bestandteil dieses Releases ist die aktuelle Version von Mozilla Firefox (1.5) und das KDE-Programm »kiosktool«. Letzteres erleichtert eine Einschränkung der Bedienelemente der Desktop-Oberfläche.

pocketlinux soll sich für größere Desktop-Rollouts ebenso eignen wie für einen einfachen Heimarbeitsplatz. In Zukunft soll das Augenmerk noch mehr auf zentrale Verwaltbarkeit und Skalierbarkeit gelegt werden. So ist das erklärte Ziel der Distribution auch, eine Vielzahl von Desktops einfach aktuell zu halten und zu warten. Geeignete Tools werden zur Zeit erprobt. In Frage kommt z.B. das plattformübergreifende cfengine. Mit Hilfe des KDE kiosktool lassen sich so auch Gruppenrichtlinien ähnliche Konzepte verwirklichen.

Das eigens für pocketlinux entwickelte »KDE light« besteht aus einer Auswahl von KDE-Paketen aus Slackware 10.2, in erster Linie kdesktop, dem GTK-basierten Panel fbpanel und dem kompakten Window-Manager Openbox. Im Vergleich zu KDE soll es schnellere Start- und Reaktionszeiten und eine deutlich gesteigerte Übersichtlichkeit bieten. Bei pocketlinux kommt eine stark modifizierte Version des Slackware-Installers zum Einsatz, der mehrsprachige Dialoge erlaubt und auf fünf Hauptpunkte reduziert wurde. Zur Zeit liegt der Installer in Deutsch und Englisch vor.

Da pocketlinux weitestgehend vorkonfiguriert ist, soll ein sofortiger Einsatz auf den meisten x86er-basierten Hardwareplattformen möglich sein. Die meisten Pakete sind unveränderte Slackware-Pakete. Auch zusätzliche Pakete der Slackware-Distribution lassen sich einspielen, besonders auch Sicherheitsupdates. Besondere Konfigurationswerkzeuge hat das Projekt nicht erstellt. Das KDE-Kontrollzentrum erlaubt aber, einige Einstellungen grafisch vorzunehmen.

In Version 2.0 wurden zu pocketlinux etliche Pakete hinzugefügt. Bei den meisten dieser Pakete handelt es sich um Entwicklungspakete, die das Compilieren der Desktopumgebung KDE light vereinfachen. Firefox wurde als Standardbrowser unter KDE light definiert. Die Logout-Option wurde aus dem KDesktop-Kontextmenü entfernt. Das Tastenkürzel Alt+F2 zur Ausführung von Programmen wurde entfernt. Das Standard X-Cursor-Theme wurde durch das ansprechende »neutral«-Theme ersetzt und etliche weitere Verbesserungen durchgeführt.

Der Download von pocketlinux ist in Form einer etwa 430 MB großen ISO-Datei möglich. Die geringe Größe resultiert unter anderem daraus, daß für jede Aufgabe nur ein Programm enthalten ist und nicht, wie bei größeren Distributionen, zwei oder mehr. (Marcus Moeller/hjb)

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