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Do, 22. Dezember 2005, 10:58

Software::Desktop

Modularisierte Version von X.org offiziell freigegeben

Die X.Org Foundation hat zwei Releases von X.org freigegeben, von denen X11R7.0 eine neue Entwicklungsstufe des XServer einläutet.
Von ThomasS

Das aus über 50 Freiwilligen bestehende Team aus aller Welt hat mit der Unterstützung von Red Hat und Sun zwei Versionen von X.org veröffentlicht. Während der XServer X11R6.9 mit einem traditionell imake-System aus einem monolithischen Quellcodebaum kommt, wurde der gleiche Part für X11R7.0 in logische Einheiten modularisiert.

Das modulare Format soll neue Entwickler anlocken, die sich jetzt gezielter mit bestimmten Aspekten der Weiterentwicklung von X.org beschäftigen können. Dies soll den Entwicklungsprozess beschleunigen und auch partielle Updates getesteter modularer Komponenten des neuen XServers zulassen. Beide Versionen von X.org weisen die gleichen Features auf, nur der Grad der voranschreitenden Modularisierung von X11R7.0 unterscheidet die Versionen. Gegenwärtig unterstützt X11R7.0 ausschließlich Linux und Solaris, die Unterstützung weiterer Betriebssysteme ist in Arbeit. Eine Veröffentlichung von X11R7.1 ist für Mitte 2006 vorgesehen und soll dann die Modularisierung der Codebasis abschließen. Im Augenblick wird auch noch der monolithische Zweig von X.org unterstützt, allerdings konzentriert sich das Hinzufügen neuer Features ausschließlich auf die modularisierte Codebasis.

Nach einer heftig kritisierten Änderung der Lizenz und zunehmenden Unstimmigkeiten im Hinblick auf Form und Struktur des Entwicklungsprozesses von XFree86 hatte sich das neue Projekt X.org etabliert, das mittlerweile von allen wichtigen Linux-Distributionen offiziell unterstützt wird. Eine der ersten wichtigen Unternehmungen des Entwickler-Teams um den neuen X.org-Server besteht darin, die übernommene monolithische Struktur der Codebasis XFree86-Zeiten zu modularisieren und damit bisherige Beschränkungen im Prozess der Weiterentwicklung der netzwerkfähigen, betriebssystemunabhängigen grafischen Bedieneroberfläche für UNIX-kompatible Betriebssysteme zu überwinden. Die neue X.org Foundation konnte zahlreiche Unterstützer gewinnen, zu denen bekannte Firmen wie Sun Microsystems, HP, IBM, StarNet Communications, AttachmateWRQ, Hummingbird, Integrated Computer Solutions Incorporated [ICS] und andere gehören.

Die neuen Versionen können von einem der verfügbaren Mirror-Servern heruntergeladen werden.

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