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Di, 27. Dezember 2005, 12:19

Gesellschaft::Politik/Recht

Projekt »LiMux« vermeldet Fortschritte

Der zukünftige Open-Source Arbeitsplatz der Münchner Stadtverwaltung nimmt immer konkretere Formen an.

Seit der ersten öffentlichen Präsentation einer frühen Entwicklerversion des »LiMux Basis-Clients« auf der IT-Messe SYSTEMS im Oktober konnten vor allem hinsichtlich der Gebrauchstauglichkeit der künftigen Benutzeroberfläche Fortschritte erzielt werden. Begleitend zur Basis-Client Entwicklung testen die IT-Mitarbeiterinnen und -mitarbeiter der Landeshauptstadt derzeit die erste Stufe eines neuen Briefkopf- und Vorlagensystems, das basierend auf der freien Software OpenOffice2 sowohl unter den aktuellen Arbeitsplätzen als auch unter dem künftigen Betriebssystem plattformunabhängig einsetzbar sein soll.

In den vergangenen Wochen führten Arbeitsplatzbeobachtungen und erste Tests mit den Vorabversionen des »LiMux Basis-Clients« zu Erkenntnissen, wie die künftige KDE-basierte Benutzeroberfläche so gestaltet werden kann, dass sie für die Anwenderinnen und Anwender möglichst intuitiv zu bedienen und leicht zu erlernen ist. Die Ergebnisse sind direkt in die Weiterentwicklung eingeflossen und stehen in der im neuen Jahr beginnenden Test- und Pilotierungsphase bereits zur Verfügung.

Die erste Stufe des künftigen Münchner Briefkopf- und Vorlagensystems, Codename »WollMux«, umfasst bereits stadtweit einheitliche Vorlagen wie z.B. interne und externe Briefköpfe. Diese werden automatisiert mit den jeweiligen Benutzerdaten befüllt und sind modular zu erweitern. Im neuen Jahr beginnt die Weiterentwicklung dieses Systems, dass künftig auch Lösungen für Textbaustein- und Vorlagenverwaltung beinhalten soll.

Rund um den »LiMux Basis-Client« wurde eine vorläufige Lösung zur Softwareverteilung und zum System- und Konfigurationsmanagement aus den vorhandenen Open-Source Projekten FAI (Fully Automated Installation) und GOsa (Gonicus System Administrator) angepasst, die ein webbasiertes Management der Clients ermöglicht. Die dazu notwendigen Änderungen an den freien Softwareprojekten sind laut Aussagen der Münchener in die offene Weiterentwicklung dieser Produkte wieder eingeflossen und stehen dadurch jedermann dort zur Verfügung.

Die Umstellung der vielfältigen Fachsoftware, die innerhalb der Stadtverwaltung eingesetzt wird, gestaltet sich allerdings weiterhin schwierig. Wie die Verwaltung bekannt gab, bieten nur wenige Softwarehersteller momentan Lösungen an, die plattformunabhängig unter den in München heute und künftig verwendeten Betriebs- und Officesystemen einsetzbar sind. Die bereits seit 2004 in den Migrationsplanungen vorgesehenen Zwischenlösungen Terminalserver und Emulation einzelner Anwendungen werden derzeit wieder mehr fokussiert, um die Planungen stärker voranzutreiben.

Nach der Test- und Pilotierungsphase in den kommenden Monaten laufen die Planungen für die ersten Effektivumsetzer, allen voran Münchens Oberbürgermeister Ude, weiterhin auf Hochtouren. Noch vor dem Sommer soll der Basis-Client den interessierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der Öffentlichkeit im Rahmen eines Infotages präsentiert werden. Nähere Informationen sollen dazu im Frühjahr folgen.

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Kommentare (Insgesamt: 13 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[2]: KDE-basiert? Oh mein Gott... (fuffy, Mi, 28. Dezember 2005)
Re: KDE-basiert? Oh mein Gott... (Lord, Mi, 28. Dezember 2005)
Re[2]: KDE-basiert? Oh mein Gott... (TechnoSlave, Di, 27. Dezember 2005)
Re: KDE-basiert? Oh mein Gott... (pilepalle, Di, 27. Dezember 2005)
Re: KDE-basiert? Oh mein Gott... (MM, Di, 27. Dezember 2005)
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