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Do, 29. Dezember 2005, 12:07

CIO von Massachusetts Peter Quinn tritt zurück

Peter Quinn, der Mann, der Massachusetts auf Kurs brachte, in Zukunft nur noch offene Dokumentenformate wie das OpenDocument-Format (ODF) einzusetzen, tritt am 9. Januar 2006 von seinem Amt zurück.

Als Grund für den Rücktritt, der nach den vorliegenden Informationen freiwillig erfolgte, werden der politische Druck und ein fragwürdiger Artikel der Boston Globe genannt. Boston Globe hatte in einem Artikel Anschuldigungen gegen Quinn erhoben, die jedoch bereits nach kurzer Zeit als falsch erkannt wurden. Quinn schrieb in einer kurzen Mitteilung, daß ihn diese Dinge zu stark belasten und er den weiteren IT-Vorhaben in Massachusetts nicht im Weg stehen wolle. Peter Quinn sei ein IT-Profi und kein Politiker und sei damit überfordert, derart im Rampenlicht zu stehen, sagte sein Vorgesetzter Eric Kriss.

Das Vorhaben des Chief Information Officers (CIO) Peter Quinn, offene Dokumentenformate zu forcieren, hatte viel Staub aufgewirbelt und besonders von Seiten Microsofts massive Lobby- und PR-Arbeit zur Folge, die ihre eigenen proprietären Dokumentenformate als »offen« verkaufen wollten. Zwischenzeitlich hat Microsoft seine Formate zur Standardisierung bei der ECMA vorgelegt.

Mit Quinns Rücktritt wird es voraussichtlich keinen Wechsel im Kurs von Massachusetts geben. Die Einführung von offenen Formaten wie ODF im Jahr 2007 wird nach wie vor angestrebt. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus. Ob die Microsoft-Formate noch Berücksichtigung finden werden, sollte Massachusetts gut bedenken. Denn eine Standardisierung bedeutet noch nicht Offenheit, wie Suns Direktor für Standards Carl Cargill betont hatte. Das von der OASIS entwickelte ODF erlaube es jedem Hersteller, auf dem Format aufzubauen, was ein durch die ISO und ECMA abgesegnetes Format nicht erlaube.

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