Von DeshalbFrei.org am Fr, 6. Januar 2006 um 11:57 #
Jetzt habe ich mal einen ersten kleinen Vergleichstest zwischen OX und OGo (OpenGroupware.org) gemacht: Oberfläche: Die Oberfläche von OX sieht auf dem ersten Blick moderner aus, obwohl sehr viel mit Frames gearbeitet wird. Groupware und Webmail sind generell auf 2 Oberflächen getrennt. "Einfache" Benutzer mag das etwas verwirren, für Poweruser ist es sicher von Vorteil, wenn man beim schreiben einer Mail noch mal schnell zum Kalender wechseln kann. An Sprachen gibt es bei OX Deutsch und Englisch in der Auswahl, bei OGo ist das über komplette Themen geregelt. Man kann also die komplette OGo-Benutzer-Oberfläche (Pro User) inklusive Sprache ändern. Die Administrationsoberfläche von OX fällt sehr spartanisch aus. Man erkennt aber bei beiden noch die gemeinsamen Wurzeln - den legendären Suse Mailserver - anhand des Anmeldenamens des Administrators Mail: Die Webmail-Applikation von OX ist sehr aufgeräumt. Zum verfassen von HTML-Mails ist der Maileditor vom OX dem OGo überlegen, ansonsten ist OGo etwas umfangreicher bei den Mailfunktionen (Mails oder Anhänge in Dokumentenverwaltung archivieren, Drag and Drop, etc.) und die gesamte Bedienung ist mit den anderen Applikationen von OGo identisch. Kalender: Beide haben die üblichen Tages-, Wochen-, Monats- Ansichten (OGo hat noch Jahresansicht). Die Teamansicht ist in OGo besser zu definieren, man kann auch zwischen den Ansichten schneller wechseln. Ein Pluspunkt in OX ist die erweiterte Terminsuche - also wenn man nach einen bestimmten Termin sucht. Dafür gibt es in OGo aber eine Verknüpfung zu den Kontakten, wenn man hier eine bestimmte Person aufruft, dann sind alle Termine mit der Person - auch extern - aufgelistet. Diese Funktion habe ich in OX nicht gefunden. Des Weiteren bietet OGo die Funktion Terminvorschlag. Man gibt zum Beispiel die beteiligten Personen, Ressourcen (Räume, Beamer, Fahrzeuge) und den gewünschten Zeitraum ein und als Ausgabe erhält man eine Auswahl von passenden Terminvorschlägen. Hier klickt man nun auf einen der Vorschläge und schon sind alle zu den gebuchten Ressourcen mit dem Termin verknüpft. OGo bietet auch im Kalender Drag and Drop an, was allerdings nur im Internet Explorer funktioniert. Adressbuch/Kontakte: Bei OX gibt es ähnlich wie Outlook nur ein Adressbuch, die Unterfunktionen - wie Mailinglisten - scheinen sehr Outlook ähnlich zu sein. Bei OGo gibt es grundsätzlich zwei Adressbücher, einmal Unternehmen und Personen. Man legt dabei also eine Firma nur einmal an und die Personen werden bei Bedarf mit diesem Unternehmen verknüpft. Wenn man also auf einen Lieferanten geht, dann sieht man gleich alle passenden Kontaktpersonen zu diesem Eintrag. Man kann zwar in OX Anhänge zu einem Kontakt hinzufügen, aber bei OGo ist das wesentlich durchgängiger gelöst (Siehe Projekte). Projekte: Bei OX steht eine einfache Projektverwaltung mit den Grundfunktionen zur Verfügung. Bei OGo ist die gesamte Groupware sehr stark mit der Projektverwaltung verknüpft. Die Dokumentenverwaltung ist zum Beispiel generell nur über ein Projekt zu ereichen. OGo bietet die Möglichkeit Personen mit Terminen, Projekten und der Dokumentenverwaltung verknüpft werden. Beispiel: Sie haben ein Projekt mit externen Unternehmen/Personen. In diesem Projekt wird dann alles hinterlegt, wie z.B. Besprechungsnotizen, Angebote, Rechnungen, Termine. Auch die Zugriffsrechte sind sehr fein regelbar. Man kann sogar Externen Zugang zu einem bestimmten Projekt gewähren (natürlich über SSL Verbindung). Dokumentenverwaltung Die Dokumentenverwaltung ist bei OX wesentlich einfacher zu finden und der Anwender wird nicht wie bei OGo gezwungen eine bestimmte Struktur (Verknüpfung mit Projekt) einzuhalten. Das kann Vor- und Nachteile haben, wie sicher jeder leidgeprüfte Administrator nachfühlen kann. Sowohl in OX als auch OGo bieten individuelle Möglichkeiten für die Steuerung der Zugriffsrechte. Zusätzliche Module In OX gibt es noch die Module: Wissen, Bookmarks, Forum und Pinnwand. In wie weit diese Applikationen für eine Groupware nützlich sind, muss wohl jedes Unternehmen selber entscheiden. Outlook Für beide Kandidaten gibt es spezielle Outlook Plugins um eine Verbindung zum Groupwareserver herzustellen. Bei OGo nennt sich das Programm Zidelook. Es bildet die Standard Module Kalender, Kontakte und Aufgaben in einer zusätzlichen Ordnerstruktur neben dem Persönlichen Ordner von Outlook ab. Leider ist somit eine Synchronisation mit einem externen PDA nicht möglich, da z.B. ActiveSync nur den lokalen "PST" Ordner findet. Auch dauert der erste Zugriff auf eine umfangreiche Kontaktdatenbank viel zu lang. Beim erstellen von E-Mails werden die OGo Kontakte ignoriert. Man muss also erst den Kontakt suchen und daraus eine Mail erstellen. Bei OX stand mir nur die Demo-Version zur Verfügung. Nach der Installation des Outlook OXtender findet man innerhalb des Persönlichen Outlook Ordners einen Unterordner (OX Systemordner) mit den Modulen Gemeinsames Adressbuch und OX Globales Adressbuch wieder. Die Bezeichnung finde ich allerdings etwas unglücklich, denn "Gemeinsame Adressbücher" werden in vielen Groupware-Systemen oft auch als "Globale Adressbücher" bezeichnet. Zumal es diese beiden Adressbücher in der OX Webanwendung nicht gibt. Da die OX Ordner sich innerhalb des Outlook PST Ordners befinden, bestehen allerdings gute Chancen einen PDA damit zu synchronisieren. Leider konnte ich Letzteres nicht testen. Durch die bei OX vorhandene Unterstützung von SyncML, sollte eine Synchronisation mit entsprechenden PDAs möglich. Bei OGo gibt es bis jetzt nur eine offizielle Unterstützung von PDAs mit einem Palm Betriebssystem. Fazit Bei OX scheint mehr "Manpower" dahinter zu stecken, ist aber deutlich jünger als OGo. Die gesamte OGo Oberfläche macht einen wesentlich durchgängigeren und reiferen Eindruck und die einzelnen Komponenten lassen sich sehr gut miteinander Verknüpfen. Beide Groupware Kandidaten kommen bei professionellem Einsatz auch in professionelle Preisregionen. Bei OX ist der Kostenvorteil zu einem MS ExchangeServer schon nicht mehr groß, OGo liegt von den Lizenzkosten noch etwas darunter. Beide schmücken sich mit den Namen "Open", kommen aber noch sehr konservativ mit Lizenzkosten daher. Beide trauen sich anscheinend nicht, den vollständigen Schritt zu wagen. Denn mit benutzerabhängigen, offenen und durchschaubaren Supportverträgen hätte das "Open" bei solchen Produkten nicht immer so einen faden Beigeschmack.
BTW: Wir setzten im Unternehmen (300 MA) Skyrix bzw. OpenGroupware.org + Supportvertrag ein.
hi, undeine"alternative" waere noch open-sbs (http://www.open-sbs.com). da ist dann zum beispiel ein OX mit installiert. ok - nix fuer hunderte von usern aber in kleinen/mittleren unternehmen schon ganz schoen und leicht administratierbar.
auch nix fuer wirkliche "bastler" denn esgibt keinen root-zugang zum system (ein tip: kontakt aufnehmen ... sie aendern dann das root - passwort und ihr habt vollen zugriff).
Oberfläche:
Die Oberfläche von OX sieht auf dem ersten Blick moderner aus, obwohl sehr viel mit Frames gearbeitet wird. Groupware und Webmail sind generell auf 2 Oberflächen getrennt. "Einfache" Benutzer mag das etwas verwirren, für Poweruser ist es sicher von Vorteil, wenn man beim schreiben einer Mail noch mal schnell zum Kalender wechseln kann. An Sprachen gibt es bei OX Deutsch und Englisch in der Auswahl, bei OGo ist das über komplette Themen geregelt. Man kann also die komplette OGo-Benutzer-Oberfläche (Pro User) inklusive Sprache ändern. Die Administrationsoberfläche von OX fällt sehr spartanisch aus. Man erkennt aber bei beiden noch die gemeinsamen Wurzeln - den legendären Suse Mailserver - anhand des Anmeldenamens des Administrators
Mail:
Die Webmail-Applikation von OX ist sehr aufgeräumt. Zum verfassen von HTML-Mails ist der Maileditor vom OX dem OGo überlegen, ansonsten ist OGo etwas umfangreicher bei den Mailfunktionen (Mails oder Anhänge in Dokumentenverwaltung archivieren, Drag and Drop, etc.) und die gesamte Bedienung ist mit den anderen Applikationen von OGo identisch.
Kalender:
Beide haben die üblichen Tages-, Wochen-, Monats- Ansichten (OGo hat noch Jahresansicht). Die Teamansicht ist in OGo besser zu definieren, man kann auch zwischen den Ansichten schneller wechseln. Ein Pluspunkt in OX ist die erweiterte Terminsuche - also wenn man nach einen bestimmten Termin sucht. Dafür gibt es in OGo aber eine Verknüpfung zu den Kontakten, wenn man hier eine bestimmte Person aufruft, dann sind alle Termine mit der Person - auch extern - aufgelistet. Diese Funktion habe ich in OX nicht gefunden. Des Weiteren bietet OGo die Funktion Terminvorschlag. Man gibt zum Beispiel die beteiligten Personen, Ressourcen (Räume, Beamer, Fahrzeuge) und den gewünschten Zeitraum ein und als Ausgabe erhält man eine Auswahl von passenden Terminvorschlägen. Hier klickt man nun auf einen der Vorschläge und schon sind alle zu den gebuchten Ressourcen mit dem Termin verknüpft. OGo bietet auch im Kalender Drag and Drop an, was allerdings nur im Internet Explorer funktioniert.
Adressbuch/Kontakte:
Bei OX gibt es ähnlich wie Outlook nur ein Adressbuch, die Unterfunktionen - wie Mailinglisten - scheinen sehr Outlook ähnlich zu sein. Bei OGo gibt es grundsätzlich zwei Adressbücher, einmal Unternehmen und Personen. Man legt dabei also eine Firma nur einmal an und die Personen werden bei Bedarf mit diesem Unternehmen verknüpft. Wenn man also auf einen Lieferanten geht, dann sieht man gleich alle passenden Kontaktpersonen zu diesem Eintrag. Man kann zwar in OX Anhänge zu einem Kontakt hinzufügen, aber bei OGo ist das wesentlich durchgängiger gelöst (Siehe Projekte).
Projekte:
Bei OX steht eine einfache Projektverwaltung mit den Grundfunktionen zur Verfügung. Bei OGo ist die gesamte Groupware sehr stark mit der Projektverwaltung verknüpft. Die Dokumentenverwaltung ist zum Beispiel generell nur über ein Projekt zu ereichen. OGo bietet die Möglichkeit Personen mit Terminen, Projekten und der Dokumentenverwaltung verknüpft werden. Beispiel: Sie haben ein Projekt mit externen Unternehmen/Personen. In diesem Projekt wird dann alles hinterlegt, wie z.B. Besprechungsnotizen, Angebote, Rechnungen, Termine. Auch die Zugriffsrechte sind sehr fein regelbar. Man kann sogar Externen Zugang zu einem bestimmten Projekt gewähren (natürlich über SSL Verbindung).
Dokumentenverwaltung
Die Dokumentenverwaltung ist bei OX wesentlich einfacher zu finden und der Anwender wird nicht wie bei OGo gezwungen eine bestimmte Struktur (Verknüpfung mit Projekt) einzuhalten. Das kann Vor- und Nachteile haben, wie sicher jeder leidgeprüfte Administrator nachfühlen kann. Sowohl in OX als auch OGo bieten individuelle Möglichkeiten für die Steuerung der Zugriffsrechte.
Zusätzliche Module
In OX gibt es noch die Module: Wissen, Bookmarks, Forum und Pinnwand. In wie weit diese Applikationen für eine Groupware nützlich sind, muss wohl jedes Unternehmen selber entscheiden.
Outlook
Für beide Kandidaten gibt es spezielle Outlook Plugins um eine Verbindung zum Groupwareserver herzustellen. Bei OGo nennt sich das Programm Zidelook. Es bildet die Standard Module Kalender, Kontakte und Aufgaben in einer zusätzlichen Ordnerstruktur neben dem Persönlichen Ordner von Outlook ab. Leider ist somit eine Synchronisation mit einem externen PDA nicht möglich, da z.B. ActiveSync nur den lokalen "PST" Ordner findet. Auch dauert der erste Zugriff auf eine umfangreiche Kontaktdatenbank viel zu lang. Beim erstellen von E-Mails werden die OGo Kontakte ignoriert. Man muss also erst den Kontakt suchen und daraus eine Mail erstellen. Bei OX stand mir nur die Demo-Version zur Verfügung. Nach der Installation des Outlook OXtender findet man innerhalb des Persönlichen Outlook Ordners einen Unterordner (OX Systemordner) mit den Modulen Gemeinsames Adressbuch und OX Globales Adressbuch wieder. Die Bezeichnung finde ich allerdings etwas unglücklich, denn "Gemeinsame Adressbücher" werden in vielen Groupware-Systemen oft auch als "Globale Adressbücher" bezeichnet. Zumal es diese beiden Adressbücher in der OX Webanwendung nicht gibt. Da die OX Ordner sich innerhalb des Outlook PST Ordners befinden, bestehen allerdings gute Chancen einen PDA damit zu synchronisieren. Leider konnte ich Letzteres nicht testen. Durch die bei OX vorhandene Unterstützung von SyncML, sollte eine Synchronisation mit entsprechenden PDAs möglich. Bei OGo gibt es bis jetzt nur eine offizielle Unterstützung von PDAs mit einem Palm Betriebssystem.
Fazit
Bei OX scheint mehr "Manpower" dahinter zu stecken, ist aber deutlich jünger als OGo. Die gesamte OGo Oberfläche macht einen wesentlich durchgängigeren und reiferen Eindruck und die einzelnen Komponenten lassen sich sehr gut miteinander Verknüpfen.
Beide Groupware Kandidaten kommen bei professionellem Einsatz auch in professionelle Preisregionen. Bei OX ist der Kostenvorteil zu einem MS ExchangeServer schon nicht mehr groß, OGo liegt von den Lizenzkosten noch etwas darunter. Beide schmücken sich mit den Namen "Open", kommen aber noch sehr konservativ mit Lizenzkosten daher. Beide trauen sich anscheinend nicht, den vollständigen Schritt zu wagen. Denn mit benutzerabhängigen, offenen und durchschaubaren Supportverträgen hätte das "Open" bei solchen Produkten nicht immer so einen faden Beigeschmack.
BTW: Wir setzten im Unternehmen (300 MA) Skyrix bzw. OpenGroupware.org + Supportvertrag ein.
undeine"alternative" waere noch open-sbs (http://www.open-sbs.com). da ist dann zum beispiel ein OX mit installiert. ok - nix fuer hunderte von usern aber in kleinen/mittleren unternehmen schon ganz schoen und leicht administratierbar.
auch nix fuer wirkliche "bastler" denn esgibt keinen root-zugang zum system (ein tip: kontakt aufnehmen ... sie aendern dann das root - passwort und ihr habt vollen zugriff).
walhalla