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Mi, 4. Januar 2006, 20:10

Software::Desktop::KDE

Solid macht KDE 4 dynamischer

Das neue KDE-Unterprojekt Solid soll die Arbeit in einer dynamischen Umgebung mit wechselnden Netzverbindungen und Geräten erleichtern.

Gerade erst gegründet, soll Solid zumindest teilweise bereits in KDE 4.0 Einzug halten. Nach der Vorstellung der Initiatoren wird Solid es ermöglichen, in der zunehmend dynamischen Umgebung optimal zu arbeiten. So ist ein Computer heutzutage nicht mehr notwendigerweise dauerhaft mit einem bestimmten Netz verbunden, so daß das System Änderungen erkennen und den Benutzern möglicherweise eine Option zur Verbindung mit anderen Netzen oder ähnliches anbieten sollte. Ebenso gibt es inzwischen eine Vielzahl von Geräten, die nur zeitweise in Verbindung mit dem Desktop-Computer stehen, beispielsweise USB- und Bluetooth-Geräte. Diese sollten vom System korrekt erkannt werden, so daß die Benutzer sofort mit ihnen arbeiten können. Auch können die meisten Rechner zwischen verschiedenen stromsparenden Zuständen wechseln, was sich auf die Verbindung mit Netzen und anderen Geräten auswirken kann.

Bisher enthält KDE allenfalls Teillösungen für die sich daraus ergebenden Anforderungen. Solid will diese nun auf eine solide gemeinsame Basis stellen. Nicht zuletzt sollen damit auch Sicherheitsprobleme vermieden werden, die sich durch die bisherigen unvollkommenen Lösungen ergeben könnten. In KDE 4 soll zumindest ein Teil von Solid bereits implementiert sein und von verschiedenen Anwendungen genutzt werden. Die Entwickler dieser Anwendungen werden ihre Software unter Nutzung der Bibliothek libkdehw für die dynamische Umgebung fit machen, die noch zu implementieren ist. Die Solid-Entwickler wollen ein robustes, flexibles und portables API für sie bereitstellen. Es soll in die Plasma-Engine integriert werden. Die Bibliothek soll vorhandene Technologien wie HAL verwenden.

Der Solid-Projektleiter Kévin Ottens ist überzeugt, daß Solid KDE einen großen Schritt voranbringen wird. Zu Zeit ist nur ein kleiner Teil der Möglichkeiten absehbar, die die Verwendung von Solid birgt. Denkbar sind zum Beispiel Anwendungsfälle, in denen der Rechner beim Herunterschalten in einen Schlafzustand Netzverbindungen sauber trennt, Netzwerkschnittstellen herunterfährt und eine Sync-Operation für USB-Geräte ausführt. Oder man schaltet einen Bildschirm ein, der über eine Bluetooth-Anbindung verfügt und findet dann in allen Multimedia-Anwendungen die Möglichkeit, die Ausgabe auf diesen Bildschirm zu leiten.

Sowohl für Entwickler als auch für Anwender ergeben sich eine Vielzahl von Möglichkeiten, an dem Projekt mitzuarbeiten. Näheres hierzu enthält die Projektseite.

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