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Do, 12. Januar 2006, 23:17

Software::Netzwerk

Apache Tomcat läuft unter Linux am schnellsten

Die Firma Web Performance hat einen Leistungsvergleich des J2EE-Containers Apache Tomcat unter Linux und Windows durchgeführt.

Das Ergebnis, das Web Performance in zwei Artikeln festgehalten hat, ist eindeutig. Unter identischen Testbedingungen und auf der gleichen Hardware konnte Tomcat unter Linux 32% mehr Benutzer gleichzeitig bedienen als Windows. Dabei soll unter Windows die Antwortzeit unwesentlich kürzer gewesen sein als unter Linux, jedoch konnte Linux bis zu einer höheren Benutzerzahl skalieren, bevor es die Maximalkapazität erreichte.

Die beiden Berichte sind unter http://webperformanceinc.com/library/reports/ zu finden. Teil 1 beschreibt die Performance und die Fehlerbehandlung unter Last. Hier wurde ein Szenario gewählt, in dem Tomcat eigenständig läuft, wie es für kleinere Projekte häufig vorkommen soll. Der Test wurde ohne spezielles Tuning der Systeme durchgeführt. Die verglichenen Systeme waren Windows 2003 Server und CentOS 4.2. Die verwendete Hardware des Servers umfaßte einen 2,8-GHz-Xeon-Prozessor mit Hyperthreading, eine 40 GB SATA-Festplatte, 512 MB RAM und einen Gigabit-Ethernet-Anschluß. Als Clients kamen fünf Rechner mit 100 MBit/s-Ethernet zum Einsatz. Die Graphen, die in verschiedenen Testszenarien generiert wurden, zeigen einige bemerkenswerte Eigenheiten. So zeigte der Durchsatz im Netz bei 800 Benutzern einen deutlichen Knick nach unten, was wohl an Speichermangel von Tomcat lag und sich in Exceptions bemerkbar machte. Windows »löste« Problem, indem es eine große Zahl von Fehlermeldungen an die Clients sandte, etwa 100 pro Sekunde. Bei Linux blieb die Fehlerzahl meist unter einem pro Sekunde, was aber offenbar mit steigenden Antwortzeiten erkauft wurde.

Teil 2 macht ähnliche Messungen mit einem Servlet, das vor allem die CPU beansprucht. Hierfür wurden die Speichergrenzen für das Servlet nach oben gesetzt, um nicht an die Speichergrenzen zu stoßen. Dann wurden die Tests mit steigender simulierter Benutzerzahl bis zu 2000 gleichzeitigen Benutzern durchgeführt. Dabei erreichte Linux bei der Maximallast deutlich höheren Durchsatz im Netz, benötigte weniger CPU-Zeit und kam infolgedessen später als Windows an die Auslastungsgrenze. Zudem stieg bei Windows ab 1250 Benutzern die Fehlerrate steil an, während sie bei Linux kaum einen Fehler pro Sekunde überschritt. Als Fazit wird dem Linux-Server eine Kapazität von 1383 Benutzern bei 0% Fehlern bescheinigt. Windows konnte 1044 Benutzer bei 0,24% Fehlerrate bewältigen. Gerät Linux an die Lastgrenze, so verlängert sich die Antwortzeit, es wird jedoch normalerweise kein Fehler produziert.

Mit den herunterladbaren Servlets und den Testfällen soll jeder Interessierte die Tests nachvollziehen können.

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