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Do, 26. Januar 2006, 10:06

Gesellschaft::Politik/Recht

FSF-Award 2005 an Andrew Tridgell

Richard Stallman, Vorsitzender der Free Software Foundation (FSF) hat Samba-Initiator Andrew Tridgell mit dem FSF-Award 2005 ausgezeichnet.

Andrew Tridgell mit dem Preis

Free Software Foundation

Andrew Tridgell mit dem Preis

Andrew »Tridge« Tridgell wurde damit für seine langjährige Arbeit als Initiator und Entwickler von Samba geehrt. Samba hat das Server Message Block (SMB) von Microsoft durch Reverse-Engineering dokumentiert und einen SMB-Server sowie Client-Software als freie Software für Unix-Systeme entwickelt. Tridgell entwickelte darüber hinaus das Programm »rsync« und trug auch Code zum Linux-Kernel bei.

Im April 2005 hatte Tridgell erneut Schlagzeilen gemacht, als er das Protokoll zwischen Client und Server des Versionsverwaltungssystems BitKeeper analysierte. Diese Arbeit führte dazu, daß BitMover die Entwicklung des kostenlosen BitKeeper-Clients einstellte, womit der Weg frei war für einen freien Ersatz, der unter dem Namen »git« anschließend in Rekordzeit entstand. Die Aktion von Tridgell war umstritten und brachte im harsche Kritik u.a. von Linus Torvalds ein, andere prominente Entwickler verteidigten sein Vorgehen jedoch.

Andrew Tridgells Preis bestand in einem handgewebten Teppich. Das Komitee, das über den Preisträger abstimmte, bestand aus Peter H. Salus, Richard Stallman, Alan Cox, Lawrence Lessig, Guido van Rossum, Frederic Couchet, Jonas Oberg, Hong Feng, Bruce Perens, Raju Mathur, Suresh Ramasubramanian, Enrique A. Chaparro und Ian Murdock.

Der FSF-Award wird seit 1998 jährlich vergeben. Von der Gemeinschaft der freien Software-Entwickler werden drei Finalisten nominiert. Für das Jahr 2005 waren dies neben Tridgell Hartmut Pilch, Gründer des Fördervereins für eine freie Informationelle Infrastruktur e.V., der eine wichtige Rolle bei der Ablehnung der Patentdirektive durch das Europaparlament spielte, und Theodore T'so, der seit 1991 am Linux-Kernel und einigen Dateisystemen mitarbeitet. Die Preisträger der letzten Jahre waren Larry Wall, Autor von Perl (1998), Miguel de Icaza, Initiator von GNOME und Mono (1999), Brian Paul, Autor der OpenGL-Bibliothek Mesa (2000), Guido van Rossum, Autor von Python (2001), Lawrence Lessig, Initiator von »Creative Commons« (2002), Alan Cox, Linux-Kernelentwickler (2003) und Theo de Raadt, OpenBSD-Projektleiter (2004).

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