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Mo, 30. Januar 2006, 11:37

truth50.com hinterfragt europapolitischen Preis

Der Softwarepatentgegner Norbert Bollow hat www.truth50.com gestartet, die die Preisvergabe zum »Europäer des Jahres« hinterfragen will.

Hintergrund ist die Preisvergabe zum »Europäer des Jahres«, bei der Florian Müller den Preis in der Kategorie »Campaigner of the Year« gewann, den Preis aber ablehnte, weil er nach seiner Einschätzung der abgegebenen Stimmen den Gesamtpreis »Europäer des Jahres« hätte erhalten müssen. Er verdächtigt die Organisatoren, die die genauen Stimmenzahlen nicht offenlegen, aus politischen Überlegungen die Preisvergabe manipuliert zu haben. Die Tatsache, daß einige Sponsoren des Preises eindeutige Softwarepatentbefürworter sind, könnte dabei eine Rolle gespielt haben.

Auf der Seite wird um Unterschriften für ein Paket von offenen Briefen gebeten. Diese Briefe wenden sich an europäische Spitzenpolitiker und andere Personen, die mit einem europapolitischen Preis in Verbindung stehen, darunter Microsoft-Chef Steve Ballmer. Truth50 will die Briefe zu einem späteren Zeitpunkt mitsamt einer Liste der Namen der Unterzeichner den Empfängern zustellen. Die Kampagne fordert eine Überprüfung oder Wiederholung der von Microsoft gesponserten, öffentlichen Abstimmung über den »Europäer des Jahres«.

Truth50 sagt, es lägen äußere Anzeichen dafür vor, dass eine solide Mehrheit der Teilnehmer an einer Abstimmung über die EU-bezogenen EV50-Preise von der Bewegung der Softwarepatentgegner mobilisiert wurde, um für Florian Müller, den Gründer von NoSoftwarePatents.com, zu stimmen. Müller wurde für seine Beiträge zur Verhinderung einer EU-Richtlinie über Softwarepatente nominiert. Jedoch erhielt der Premierminister von Luxemburg, Jean-Claude Juncker, den Hauptpreis. Dass die Ergebnisse nicht plausibel sind, soll ein Diagramm untermauern.

Norbert Bollow, der Gründer der Seite, sagt, dass es ihm bei weitem nicht nur um Softwarepatente gehe. Preise wie EV50 spielen eine gewisse Rolle im Lobbying und besitzen eine politische Signalwirkung. Er fordert einen fairen Ablauf solcher Veranstaltungen.

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