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Mo, 30. Januar 2006, 12:33

Software::Distributionen::Solaris

Solaris unter GPLv3?

Sun-Präsident Jonathan Schwartz stellt in seinem Blog Überlegungen an, Solaris oder das ganze Sun Enterprise-System dual zu lizenzieren.

Seine Überlegungen werden von der Erkenntnis geleitet, daß die Kunden eine Wahl haben wollen. Nach seiner Zählung wurden von Solaris bereits über vier Millionen Lizenzen angefordert, 65% davon für Hardware, die nicht von Sun kommt.

Um Diversität und Auswahl zu unterstützen, hat er begonnen, die zusätzliche Lizenzierung von Solaris oder dem ganzen Sun Enterprise-System unter der GPLv3 in Erwägung zu ziehen. Dies würde bedeuten, daß die Software unter zwei freien Lizenzen, CDDL und GPLv3, erhältlich wäre. Freilich wird es noch fast ein Jahr dauern, bis die endgültige Fassung der GPLv3 vorliegt. Doch sieht Schwartz durchaus, daß viele Entwickler und Kunden die GPL bevorzugen würden und will auch diese erreichen. Sun habe selbst schon viel Code unter der GPL veröffentlicht und will mehr Kooperation zwischen Linux und OpenSolaris anstreben. Effizientere Entwicklung ist sein Ziel, das zu mehr Gemeinsamkeiten und Code-Austausch führen soll.

Für die neuen Niagara-Systeme muß Sun ohnehin noch festlegen, unter welcher freien Lizenz das geistige Eigentum angeboten werden soll. Laut Schwartz ist die GPL derzeit Favorit.

Schwartz dankt den Mitgliedern der freien Softwaregemeinschaft, die ihm bei dem Durchdenken dieser Fragen geholfen haben und stellt eine Fortsetzung der Diskussion in Aussicht.

Schwartz will sich einen Seitenhieb auf Dell nicht verkneifen, den einzigen Hersteller, der nach seinen Angaben noch keine Solaris-Supportstrategie vorweisen kann. Für Intels Itanium-Prozessor sieht er keine große Zukunft mehr, sondern sieht ihr allmähliches Ende voraus.

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