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Mi, 1. Februar 2006, 10:05

Software::Desktop::KDE

KOffice 1.5 Beta 1

Mit KOffice 1.5 Beta 1 haben die Entwickler der freien Büro-Suite für KDE das eigene Dateiformat durch OpenDocument ersetzt.

Die jetzt freigegebene erste Testversion ist in erster Linie für Tester und Entwickler gedacht. Zum Lieferumfang gehören KWord (ein Frame-basierter WYSIWYG-Text-Editor), KPresenter (ein Präsentationsprogramm), KSpread (Tabellenkalkulation), Kivio (Flußdiagramme), Karbon14 (Vektor-Zeichenprogramm), Kexi (integrierte Datenbank), KPlato (Projektverwaltung) und Krita (pixelbasiertes Mal- und Bildbearbeitungsprogramm). Die früher als eigene Programme angesehenen Kugar (Report-Generator), KChart (integriertes Zeichnen von Graphen und Diagrammen) und KFormula (Formel-Editor) werden nun als einbettbare Objekte bezeichnet. Ferner wird auch KThesaurus (eingebaute Thesaurus-Anwendung) mitgeliefert.

Eine der wichtigsten Änderungen in KOffice 1.5 Beta 1 ist, daß das OpenDocument-Format von OASIS als Standard-Dateiformat eingesetzt wird. Das Lesen und Schreiben dieses Formats wurde bereits in KOffice 1.4 implementiert. In KChart ist diese Umstellung noch nicht vollzogen, soll aber bis zu Version 1.5 noch erledigt werden. Das standardisierte Format kann von einer wachsenden Zahl von Anwendungen verwendet werden und garantiert so, daß der Zugriff auf Dokumente unbegrenzt möglich ist. Der Austausch von Dokumenten mit OpenOffice.org, das ab Version 2 dieses Format ebenfalls als Standard verwendet, ist dadurch erleichtert.

Eine weitere wichtige Änderung ist die Unterstützung der Bedienung ohne Maus und Sprachausgabe. Vor allem Benutzer mit Behinderungen sollen KOffice nun besser benutzen können. Ferner hat das Team über eine applikationsunabhängige Skriptfähigkeit nachgedacht und präsentiert das Ergebnis, genannt Kross, als Technologie-Vorschau. Es ist zur Zeit nur in Krita und Kexi implementiert und wird erst in KOffice 2.0 allgemein bereitstehen. Es ermöglicht, die Anwendungen mit Skripten in Python und Ruby zu automatisieren.

Die integrierte Datenbankanwendung Kexi, die eine Datenbank-Engine mit einer komfortablen Bedienoberfläche verbindet, hat erstmals ein ausgereiftes Stadium erreicht. Neu mit dabei ist die Projektverwaltung KPlato. Auch diese ist lediglich eine Technologie-Vorschau und wird erst in KOffice 2.0 den vollen Funktionsumfang für eine erste offizielle Version erreichen.

Alle Änderungen gegenüber KOffice 1.4 sind im Changelog dokumentiert. KOffice 1.5 Beta 1 benötigt die Qt-Bibliothek sowie die KDE-Bibliotheken ab Version 3.3 (nicht Version 4.x), jedoch nicht den Rest von KDE. Der Download ist von den Mirror-Servern von KDE möglich. Neben dem Quellcode sind bereits Binärpakete für Debian Sarge, Debian Sid, Kubuntu und SUSE verfügbar. Wer das klik-System einsetzt, kann die Betaversion auch auf diesem Wege beziehen und parallel zu seiner ursprünglichen KOffice-Installation betreiben.

Die Zeitplanung der Entwickler sieht einen Release-Kandidaten für den 27. Februar vor, das endgültige KOffice 1.5 soll am 22. März erscheinen. Erste Updates sollen einen Monat darauf, am 22. April, in KOffice 1.5.1 erscheinen.

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